Gut und Böse

„Der Vater glaubte mit unbeirrbarer Zuversicht, dass die Menschen insgesamt doch stetig zum Besseren fort schritten. Er setzte mir oft im Gespräch auseinander, dass alles Übel in der Welt eigentlich gar nichts Wirkliches, sondern nur etwas weniger Gutes sei, so wie der Frost nur ein geringeres Maß von Wärme. Und wie vertriebe man den Frost, sei er etwa ein Ding, das man mit Händen greifen und durchs Fenster werfen könne? Nein, nein man dürfe das Gute und das Schlechte nicht für zweierlei nehmen, als ob Gott beides nebeneinander zuließe. In Wahrheit wüchse das Böse niemals aus eigener Wurzel. Wir seien nur nachlässige Arbeiter im Garten des Herrn und deshalb müsse das Gute immer wieder so kläglich verkümmern.

Die Mutter freilich wollte die Schuld an dem jämmerlichen Zustand der irdischen Dinge lieber dem Teufel als sich selbst aufhalsen. Sie wusste nicht recht, wie es zu deuten war, wenn ihr der Vater entgegenhielt, auch der Leibhaftige sei ja nicht eigenes erschaffen worden, und wer ihn im Leibe habe, könne nicht hoffen ihn mit Gewalt auszutreiben, er müsse trachten, ihn allmählich zu bekehren, damit er wieder würde, was er anfangs war, ein Engel.“

(Heinrich Waggerl Fröhliche Armut)

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57 Kommentare

Eingeordnet unter Bibel, Glaube, Menschliches

57 Antworten zu “Gut und Böse

  1. Maria v. Boisse

    … schönes Zitat 🙂

  2. explit

    ,,und wer ihn im Leibe habe, könne nicht hoffen ihn mit Gewalt auszutreiben,“

    So ist es, nur mit Liebe ist es möglich! Danke für die Empfehlung 😉

  3. explit

    Gott züchtigt diejenigen,die er liebt.
    Will er mich in etwa zu einen Heiligen machen?!
    Ich erkenne auch ein Muster, dass Jesus stets versucht ,mich wieder zu ihm zu bringen, er lässt einfach nicht zu,dass ich einen Freidenkerischen Lebensstil führen kann.

    Vielleicht hat er ja eine Aufgabe für mich.. Immerhin gibt es viele Menschen, die solche Zeichen nicht sehen oder sie nicht als solches erkennen…

    Alles Segenreiche dir, du hast bei mir einen beachtlichen Gedankenanstoß ausgelößt.

  4. rotegraefin

    O je @explit,
    Gott züchtigt? Wie ich diesen Satz hasse. Lies mal, bei mir Helfen?!
    Es ist mehr so, dass wenn wir uns für die Liebe entschieden haben, wir in die Schule genommen werden. „Die Liebe ist ein Kind der Freiheit“ Es wird also nichts geschehen, zu dem Du nicht schon ja gesagt hast.
    Maria wusste nicht wie es geschehen sollte und hat auf die Botschaft des Engels vertraut, der Heilige Geist(Die Liebe) wird Dich überschatten.

    Es geht um die Integration von Widersprüchen und nicht um irgendeine Ausmerzung. Es war alles bis jetzt gut und Dein Weg und es wird weiter gut werden.

  5. Philip

    Der Satz mit der Züchtigung steht ja in der Bibel (Hebräer 12,6).

    Und ich finde, es ist klar, dass Liebe nicht bedeuten kann, dass man immer seinen Willen erfüllt bekommt. Ein Kind Gottes genießt Gottes Erziehung und das ist auch gut so, damit es daraus lernt und größeres Unheil abgewendet wird.
    Wenn wir uns das Bild der Züchtigung vor Augen führen, dann müssen wir uns klar machen, dass Gott kein besonders grausamer Vater ist, sondern dass seine Motiv ausschließlich die Liebe ist. Das mit dem Schlagen der Kinder würde man in der heutigen Zeit wahrscheinlich nicht mehr so schreiben, weil da gleich die Gedanken an einen besonders grausamen Vater aufkommen.

    @explit: Ja, Gott will bestimmt, dass du ein Heiliger wirst.

    Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung.
    (1. Thessalonicher 4,3a)

  6. rotegraefin

    @ Gut Philip,
    in der Bibel steht auch und zwar mindestens zweimal: „Es gibt keinen Gott“ Woran soll ich jetzt glauben?
    Zum Glück steht auch vor Hebr.12,6, dass Paulus da nur von den Söhnen erzählt. Also fühle ich mich nicht angesprochen. Oder doch? Ich hab nämlich schwer was dagegen, das hier überhaupt irgendwer irgend jemanden schlägt. Dieser Gott bekommt mit mir ganz gewaltigen Krach und ich mach ihm die Hölle heiß, da kann jeder der an so etwas glaubt, Gift drauf nehmen. Wenn ich kann, falle ich jedem in den Arm, der es versucht.
    Es war nicht Gott der mich geschlagen hat sondern mein Lehrer und mein Vater, weil sie tatsächlich in dem Irrglauben lebten,sie hätten ein Recht dazu. Sie duldeten keinen Widerspruch. Sie konnten nur Kadavergehorsam vertragen, genau wie im Dritten Reich.
    Es war auch nicht Gotteswille, dass meine Brüder starben. es war die Verhärtung der Herzen und die Angst eben vor einem Gott der züchtigt, liebevoller mit den eigenen Kindern umzugehen.
    Ich hab die Faxen gründlich dicke von einer Droh- und Verwirrbotschaft.Die können wir wirklich in unserer Zeit nicht mehr gebrauchen. Die Unterscheidung der Geister ist eine wichtige Gabe des Heiligen Geistes, der Weisheit und es Verstandes. Bitte benutze sie.
    Du bist also für göttliche Gewalt und verteidigst sie, Philip? Deswegen Deine Anprangerung des Islam?
    Welche Verwirrung muss ich hier zu meinem größten Erstaunen feststellen!

    Manno Mann, ich versuche hier die Liebe Gottes zu den Menschen und zu mir darzustellen und Du bestätigst solch alte Kamellen die bloß Angst machen und vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen sind! Hast Du schon mal Prügel bezogen? Möchtest Du mit einem Gott eins sein der Prügel verteilt? Und Dich dann noch anlügt, er würde eine solche Grausamkeit aus Liebe tun?
    Ich nehme an Du hast meinen Kommentar zur Auferstehung gelesen. Deine Reaktion darauf ist eine solch idiotischer Kommentar? Darf ich fragen, wie die Wäscherei heißt, bei der Du Dein Gehirn abgegeben hast? Ich möchte sie verklagen, wegen Anstiftung zum Terrorismus. Tel.: 0221/7923366
    Hallo, es ist eine frohe Botschaft!Immer noch! Es ist allerdings Deine Entscheidung ob Du lieber an die Gewalt glaubst und sado/macho und Terrorismus förderst oder an gewaltfreie Liebe.
    Lach, wein, schrei und denk doch Gott liebt Dich vollständig und anders.

  7. Philip

    Zuerst muss man mal zwischen göttlicher Gewalt und menschlicher Gewalt unterscheiden. Du scheinst das einfach so durchzumischen, um daraus dann irgendwelche Aussagen zu konstruieren und mir unterzuschieben, obwohl ich das nicht gesagt habe.

    Ich lehne Gewalt, die von Menschen ausgeübt wird, prinzipiell ab. Mit ein paar wenigen Ausnahmesituationen, z.B. Nothilfe. Da kann ich Gewalt bei manchen Fällen nachvollziehen und akzeptieren, auch wenn es vielleicht nicht immer die beste Lösung ist.

    Ja, Gott ist die Liebe, aber Gott ist auch derjenige, der Gerechtigkeit schafft und schaffen wird und Er ist der Einzige, bei dem wir sicher sein können, dass Er seine Macht nicht missbrauchen wird. Das Gewaltmonopol des Staates ist in weiten Teilen der Bevölkerung akzeptiert, für mich liegt das Gewaltmonopol bei Gott.

    Ich weiß nicht, ob du Kinder hast und wie du sie erziehst, aber eigentlich sollte es einleuchten, dass man ihnen nicht immer ihren Willen geben kann, wenn man sie wirklich liebt. Ja, ich habe auch schon Prügel bezogen und ich will das jetzt nicht verteidigen mit „das hat mir geholfen“. Nein, das war bescheuert, ungerecht und hat mir nicht geholfen. Aber ich weiß, dass Menschen Fehler machen und ich habe das vergeben. Hast du deinem Vater verziehen?

    Aber Gott erzieht(!) seine Kinder immer(!) liebevoll(!). Das ist doch die Kernaussage des Bibelverses. Gott lügt nicht, sondern sein Motiv für die Erziehung ist wirklich die Liebe, dessen können wir sicher sein. Bei unseren irdischen Vätern eben nicht.

    Nebenbei gemerkt war das nicht sehr liebevoll, wie du das geschrieben hast. Wenn du die Liebe Gottes unter die Menschen bringen willst, dann würde ich vorschlagen, dass du damit bei deinen Kommentaren anfängst.

    Liebe Grüße,
    Idiot Philip

  8. Philip

    Achso, welche Bibelstellen meinst du da?
    Ich kenne nur die eine:

    Die Toren sprechen in ihrem Herzen: »Es ist kein Gott.« Sie taugen nichts; ihr Treiben ist ein Gräuel; da ist keiner, der Gutes tut. (Psalm 14,1)

  9. Philip

    Mein Kommentare hier sind übrigens eine Antwort auf den Artikel hier und die daraus entstandene Diskussion.

    Wie kommst du auf die Idee, dass das hier eine Reaktion auf deinen Kommentar auf meinem Blog ist? Das hat doch damit nichts zu tun. Meine Antwort auf deinen Kommentar auf meinem Blog steht (selbstverständlich) auf meinem Blog.

  10. rotegraefin

    @philip
    solange Du zwischen göttlicher und menschlicher Gewalt unterscheidest. So lange lebst Du in einer Spaltung. Hier Gott und da Mensch und das ist voneinander zu unterscheiden? Wie geht das?
    Wurde Gott nicht Mensch? Jesus hat sich die Einheit gewünscht und darum gekämpft.
    Wie vereinbarst Du die Kreuzzüge,Hexenverfolgung und die Inquisition mit der Botschaft der Liebe? wie war es möglich, dass unsere Väter und Großväter so bedingungslos einem Hitler in den Krieg folgten mit dem christlichen Glauben im Herzen?
    Das ist schon mal gut, dass Du gemerkt hast und es auch noch äußerst, dass mein Kommentar nicht liebevoll war. Daran merke ich, dass es nicht ganz so schlimm mit Dir bestellt ist. gfg

    Mit mir und meinem Glauben wurde auch nicht liebevoll umgegangen. Ich habe daraus gelernt,von mir auf andere zu schließen und so schließe ich, auch Deiner Antwort entnehmend. Es hat Dich nicht umgebracht.
    Alles was nicht unmittelbar zum Tode führt kann einen nur lebendiger machen.

    Im übrigen Du hast doch ein Paulus Zitat, von dem man noch nicht einmal weiß, ob es sich beim Autor wirklich um den bekehrten Saulus handelt, noch einmal manifestiert „Gott züchtigt“ Es geschah doch nach Deinem Glauben oder etwa nicht? Soll er bei Dir da wohlweislich eine Ausnahme machen? Du hast in Deinem Logo stehen „Jesus total“ finde ich ganz toll. Aber dann fang mit dem Kind in der Krippe an und entwickel für das Kind in Dir das Gefühl von Verständnis und Liebe, die es vermisst hat, als es geschlagen wurde.
    Im alten Testament kann ich drei Götzenbilder festmachen, die seither die Menschheit immer wieder mit ihren Ansichten die Welt vergiften.
    1. Der Gott, der Erkenntnis verbietet. Mit der Folge, dass alle beteiligten Menschen sich weigern die Verantwortung zu übernehmen und der Verheißung, dass das Weib und seine Nachkommenschaft der Schlange (gemeint ist wohl die heimlich schleichende Macht) den Kopf zertritt.
    2. Der Gott, der einen Sohn vorzieht und den anderen ignoriert und in letzterem eine Mordswut entstehen lässt und
    3. Der Gott, der neidisch ist auf die technischen Fähigkeiten der Menschen und die Sprachen verwirrt.

    Ich bin ohne Rechte groß geworden und habe früh gelernt nur zu funktionieren. Ab dem Moment wo ich mich für meine eigenen Rechte einsetze stoße ich auf erbitterten Widerstand. Ich habe immer wieder den Fehler bei mir gesucht. Nur langsam wächst bei mir die Überzeugung, dass keiner Verantwortung übernehmen darf die ich eigentlich nur röm. kath. Christen zu schreibe, da sie regelmäßig in der Messe ein verrücktes Gebet sprechen:
    „Herr Jesus Christus, schaue nicht auf unsere Sünden ,sondern auf den Glauben Deiner Kirche und schenke ihr nach Deinem Willen Einheit und Frieden.“

    Damit wird das ganze Evangelium ad absurdum geführt. Da dieses Gebet aber so automatisch abläuft und in die Liturgie fest eingebunden ist, ist es fest in unser Unterbewußtsein eingeschrieben und danach handeln immer noch viele gutgläubige Menschen. Ich habe mir zur Gewohnheit gemacht, die Priester die im Radio sonntags die Messe halten, anzurufen und zu fragen, was Sie damit eigentlich für ein Christusbild verbreiten?

    In jedem Falle hat jeder Mensch in seinem Leben mit drei negativen Götterbildern (Vater/Elternfiguren) zu kämpfen.
    1. Der erste Gott ist der, der dem Menschen verbietet zu Erkennen. Was ist das für ein Gott der die Erkenntnis verbietet? das ist doch nur ein strenger und autoritärer Vater, der von Liebe und Verständnis keine Ahnung hat und auch keine Ahnung haben will.
    2. Der zweite Gott ist der, der auf Abel schaut und nicht auf Kain. Also einer der ein Kind dem anderen vorzieht. Es ist doch nur logisch, dass Kain eine saumäßige Wut auf das Verwöhnungsobjekt dieses Gottes findet.
    3. Der dritte Gott ist der, der eifersüchtig ist auf die Fähigkeit des Menschen ein großes Bauwerk zu errichten und die Sprachverwirrung herstellt. Damit haben wir wieder heute zu tun. Der Mensch ist fähig das Beste in sein Gegenteil zu verwandeln. Die babylonische Sprachverwirrung.

    Es ist gut das Du „Jesus total“ auf die Fahne geschrieben hast. Aber bitte schau genau hin, was dieser nichteheliche Sohn einer jungen Frau, Flüchtlingskind, aus Davidsgeschlecht, Sohn eines Zimmermanns, Gottes geliebter Sohn an dem er sein Wohlgefallen hat, und der Verbrecher am Kreuz mit Dir zu tun hat. Kannst Du das alles so bejahen?

    Ich hab mal gedacht als ich noch zur Kommunion ging: „Boah, wir haben einen Gott der sich aufessen lässt.“
    Die Patin bei meinem jüngsten Bruder, selber Mutter von 5 Kindern, fragte bei seiner Taufe: „Wie ist das eigentlich. Ich habe ein Kind in meinem Bauch und gehe regelmäßig zur Kommunion und wenn ich es zur Taufe bringe, wird der Teufel aus diesem Kind ausgetrieben?“

    Frauen denken anders Männer auch!

    Bei mir landet eben alles in einem Kopf Philip, deswegen ziehe ich manchmal Schlüsse, die eventuell bei mir und beim anderen zu Kurzschlüssen führen. Dann wird es dunkel und wilde Rache kocht in jedermanns Herzen oder besser Köpfen.

    wau wau Gottesschäferhündin, die die schwarzen Schafe verbellt. Mach’s besser als ich.

  11. Philip

    Na, wenn hier jemand in einer Spaltung lebt, dann bist doch du das, weil du die Hälfte der Bibel einfach zu ignorieren scheinst. Aber eine halbe Bibel bringt noch keine Erkenntnis, da muss man schon alles ernst nehmen.

    Natürlich ist Jesus mein Herr und Meister, mein Vorbild, dem ich nacheifern möchte und ich kann mich mit seinem Lebenswandel und seinen Moralvorstellungen identifizieren. Jesus hat aber eine menschliche und eine göttliche Natur und in dem Punkt werde ich nie an ihn heranreichen können, denn ich bin nur ein Mensch.
    Und insbesondere ist Jesus auch das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt und uns mit Gott versöhnt. Seine Auferstehung markiert den Wendepunkt der Geschichte. Seitdem leben wir in den letzten Tagen dieser Welt, im Zeitalter der Gnade. Das war nicht immer so und wenn man seine Augen davor verschließt, dann finde ich das schon ein bisschen ignorant. Vor dieser Zeit herrschte eine andere Moral, die wir heute nicht mehr nachvollziehen können. Das ist ein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass unsere Welt in dieser Hinsicht schon stark von Jesus geprägt ist.

    Wie vereinbarst Du die Kreuzzüge,Hexenverfolgung und die Inquisition mit der Botschaft der Liebe?

    Überhaupt nicht. Das sind Verbrechen der Kirchengeschichte und bestimmt nicht von Gott gewollt.

    Wurde Gott nicht Mensch? Jesus hat sich die Einheit gewünscht und darum gekämpft.

    Ja, natürlich. Ich verstehe die Einheit vor allem im Sinne von „Gemeinschaft mit Gott“. Das heißt trotzdem, dass die Macht bei Gott liegt.

  12. rotegraefin

    @philip
    „Hörst Du das monotone Gerassel der Bartwickelmaschine unten im Keller?“
    oder
    spielst Du gerne ping-pong. Dann such Dir bitte andere Spielpartner. Ich bin dafür zu alt und bekomm davon Kopfweh. Gelobt sei doch der Machtkampf.
    Nöh, wie kommst Du auf den krummen Hund, ich ignoriere die Hälfte der Bibel? Ich habe die Gewalt und die Gewaltaufforderungen immer in Frage gestellt und mich gewundert, wie das so gekommen ist. Ich schmeiß die ganze Bibel in den Müll, wenn es darauf ankommt eine Seele aus dem Irrtum zu befreien und ich merke ihre befreiende Kraft wird ignoriert.

    „Jesus hat aber eine menschliche und eine göttliche Natur und in dem Punkt werde ich nie an ihn heranreichen können, denn ich bin nur ein Mensch.“

    Dann bleib eben, was Du bist ein elender Erdenwurm! Suhle Dich im Dreck und zieh nach Möglichkeit ganz viele mit in den Sumpf der Verachtung der Gefühle. Wenn Du allerdings ein Mann bist, dann stellst Du Dich Deinen Gefühlen und kommst mit Hilfe der Vernunft wieder zu Verstand.

    Wer hat Dich so verprügelt, dass Du diese Gemeinheit auch nur einen Augenblick glauben kannst? Gott oder Dein Vater?
    Ich kann Dir nur sagen, dass ich stinke sauer bin auf so Typen, die dann die Kinder auch noch glauben lassen, es sei der liebe Gott. Das ist bloß verrückt.
    Schon wieder eine seelisch misshandelte Seele vor mir, die ihr Herz zerreißt, um eine Gemeinheit nicht eine Gemeinheit zu nennen und lieber bei anderen den Irrtum feststellt, als sich heilen zu lassen. (Balken und Splitter)
    Einfach bloß zu spüren, das Prügel von einem Menschen den man liebt bloß scheiße wehtun und sonst gar nichts. Es ist nicht die Frage, ob Du Deinem Vater verzeihen kannst. Die Frage die viel dringender ist, kannst Du Dir selber die Wut erlauben gegenüber einem so starken und großen Mann wie es Dein Vater war? Kannst Du ihm heute sagen, wie ungerecht das war und wie sehr du darunter gelitten hast? Kannst Du Deinen Vater fragen, warum er das gemacht hat? Oder benutzt Du jetzt lieber die Bibel als Totschlag Argument, wie Du Deine Sucht benutzt hast, um nichts zu spüren?
    Im übrigen Sucht ist ein Verhalten, welches den Tod sucht und nicht das Leben. Ich bin für das Leben und zwar in innerer wie äußerer Freiheit. Die Wahrheit macht uns frei.

  13. Philip

    Das ist Quatsch, ich wurde nicht misshandelt. Ich wurde auch nicht verprügelt, sondern ich wurde geschlagen. Das war eine einmalige Sache. Da steckte keine Systematik dahinter und schon gar keine Rechtfertigung mit der Bibel …

    Ich schmeiß die ganze Bibel in den Müll

    Na dann schmeiss‘ Gott doch auch gleich in den Müll. Schnitz‘ dir deinen eigenen Gott, wenn es dich glücklich macht, aber erwarte nicht, Gott auf diese Weise besser kennen zu lernen.

  14. rotegraefin

    Darf ich fragen woher diese Wut bei Dir kommt?
    Ich schlage vor, nächstens schläfst Du erst einmal eine Nacht über das was Du gelesen hast und antwortest dann.

    So kommst Du mir einfach, wie der personifizierte Abklatsch des Papstes, nämlich unfehlbar! Muss sehr viel Spass machen, das Kind mit dem Bade auszuschütten.

    Ich geb Dir mal ein Handtuch, damit es sich abtrocknen kann.

    Gott kennt mich und weiß von mir und ich hab ihm gesagt, dass ich in keinen Himmel kommen will, von dem ich weiß dass es eine Hölle gibt. Das hat er respektiert und begleitet mich. Ich find’s in der Hölle auch viel lustiger. Mir ist es zu langweilig immer nur Halleluja zu singen. Gott hat sich um mich zu kümmern. Ich mich bloss, um das was er mir aufträgt. Ist das bei Dir anders?

  15. Ela

    Respekt, sehr viel Text aber was ist der Kern ?

    1. Frage: Darf man die Bibel überhaupt als Argument zitieren ? Was ist die Bibel ?

    Lexikon, eine Möglichkeit von vielen Wahrheiten, Dogma, Propagandaschrift von Menschen gemacht um Menschen zu kontrollieren

    2. Frage: Ist unser Umfeld nicht mehr als ein Spiegel der uns vorgehalten wird ?

    3. Frage: Was ist Armut ? Ist Armut nur ein Empfinden ?

  16. rotegraefin

    Hallo Ela

    Der Kern liegt bei Dir. Nimmst Du Dich ernst?

    1.Die Bibel ist ein Geschichtsbuch, in der Wahrheit und Lüge dicht miteinander verwoben sind.

    2. Die Realität ist die Realität so wie eine Rose eine Rose ist.

    3. Man kann arm und glücklich sein. Wer aber Hunger hat ist hungrig und braucht etwas zu essen. Wer durstig ist braucht etwas zu trinken.
    Was ist „nur ein Empfinden“?

  17. Ela

    „Nimmst Du Dich ernst ?“ Ja und Nein.

    Das hängt davon ab was mit „Dich“ bzw. „Mir“ gemeint ist. Mein Verstand, dem ich keinen Millimeter über den Weg traue und der mir oft lächerlich daher kommt oder mein wahres Ich das ich sehr ernst nehme.

    Zu 1) Ok, das sehe ich teilweise auch so. Eine mir wichtige Komponente ist, dass die Bibel von Menschen, die so was wie frühzeitliche Redakteure und mit nicht selbstlosen Interessen waren, „zusammengeschrieben“ wurde.

    Zu 2) Ja, aber: Und wenn die Realität alleine nur durch Dein Sein und die Betrachtung dieser „Realität“ verändert und beeinflusst wird bzw. eine Form annimmt ist es mehr als nur das.

    Zu 3) Klar, wer durstig ist braucht etwas zu trinken. Da hier in der Überschrift das Wort „Armut“ vorkommt meinte ich etwas anderes.

    Da gibt es einmal die, die den anderen einreden, dass sie arm und schwach sind obwohl sie es nicht sind (und es nur nicht wissen). Diese Armen und Schwachen machen dann den Fehler und übergeben ihre Verantwortung für sich an diese Propheten und sind damit völlig verloren (Beispiele z.B. in Religion u. Politik unzählig vorhanden).

    Dann gibt es die, die gerne arm sein möchten um durch diesen Zustand genug Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Letztendlich kommen wir wieder auf den, der nichts zu trinken hat. Warum hat er nichts zu trinken ? Weil er arm ist ?

  18. rotegraefin

    Hallo Ela,

    Du schreibst:
    „Das hängt davon ab was mit “Dich” bzw. “Mir” gemeint ist. Mein Verstand, dem ich keinen Millimeter über den Weg traue und der mir oft lächerlich daher kommt oder mein wahres Ich das ich sehr ernst nehme.“

    Damit lebst Du in einer Spaltung. Ein Grundübel unserer Zeit. Du trennst zwischen Dir und Deinem Verstand. Das wird auch der Grund sein, warum Du nach dem Kern fragst. Der Kern steckt in Dir. Deine Fähigkeit Schwierigkeiten zu sehen und zu artikulieren gehört zu Deinem Kern.

    Die Tatsache, dass Du, Du bist und ich, ich bin sollte zuerst einmal als Voraussetzung für einen guten Dialog angenommen werden. Alles andere führt ins uferlose und in heillose Verwirrung.

    Es bleibt Deine Entscheidung, ob Du das Glas halbvoll oder halbleer sehen willst. Deine Beobachtungen zur Armut sind richtig und genau.

    „Der Arme wird dir nie verzeihen, dass Du ihm geholfen hast.“ (Vincent von Paul)

    https://rotegraefin.wordpress.com/2008/08/10/geistige-welt-materielle-welt/

    Dann zu Deiner letzten Frage, die ich mit einer Gegenfrage beantworten möchte. Wonach hast Du Durst? Ich kann Dir helfen Deine Quelle in Dir zu entdecken. Dabei vermute ich kennst Du sie längst und hast sie nur noch nicht genügend beachtet und gepflegt.

    Wenn jemand Durst hat gebe ich ihm zu trinken. Danach kann ich die Frage stellen warum er nichts zu trinken hat und mit ihm Strategien überlegen, wie dieser unerträgliche Zustand behoben werden kann.
    Bettler und Schmarotzer lehne ich ab.

    Mit Deiner letzten Frage drehst Du Dich in einem unfruchtbarem Kreislauf. Wenn jemand nicht s zu trinken hat ist das zunächst einmal nur schlimm. Es sollte Gefühle wecken und danach Gedanken und Überlegungen, wie dem Missstand abzuhelfen ist.

  19. Ela

    Sehr interessant !

    Zu Absatz 1-3:

    Nun ich bemühe mich immer wieder ganz bewusst meinen Verstand nur als ein nützliches aber auch gefährliches Werkzeug zu betrachten. Ich selbst bin etwas mehr als nur dies. M.e. begehen viele den Fehler und definieren sich nur über ihren Verstand der einen permanent mit Unfug zumüllt.

    Ich kenne meine Quelle sehr gut aber der Verstand übertönt sie gerne mit Ängsten und Nebensächlichkeiten.

    In der Einfachheit liegt die Kunst des Lebens.

    Mein letzter Absatz ist absichtlich als Endlosschleife formuliert. Ich stimme mit Dir hier überein. Eine neue Frage stellt sich mir hier: Wann muss man von Außen eingreifen und wie lange kann man jemand anderen sich selbst überlassen ?

    Meine vielfältige Erfahrung in diesem Bereich bestätigt Vincent v. Paul: Es bringt meistens nur temporäre Besserung beim Betroffenen oder richtet sogar langfristig Schaden an.

  20. rotegraefin

    Hallo Ela,

    „Helfen heißt Leiden ermöglichen.“ habe ich mal gelernt

    Folge einfach Deinem Herzen und schalte Deinen Verstand anschließend ein. Verbiete ihm allerdings Dir irgendwelche idiotischen Vorwürfe zu machen. Setz Dich einfach in Ruhe hin und lass alles an Deinem geistigen Auge vorüber fließen und beobachte, was geschehen ist und ob Du das beabsichtigt hast was nun geschieht. Spielt Deine Umwelt dann verrückt, kannst noch einmal in Ruhe darüber nachdenken, ob Dir ein Fehler unterlaufen ist

    Ich habe zum Beispiel zu lange und zu oft den Fehler gemacht, die Schuld bei mir zu suchen. Es hat lange viel zu lange gebraucht, bis ich begriffen habe, dass es immer um verteilte Verantwortung im sozialen Miteinander geht.

  21. Willi Heuvens

    Ein Meister des ZEN und des Kämpfens mit dem Schwert (Kendo) wohnte in einfachsten Verhältnissen abseits der Zivilisation in den bewaldeten Bergen Japans. Eines Tages durchwühlte ein Dieb und Einbrecher die bescheidene Hütte des Meisters. Er stellte fest, dass es hier nichts zu stehlen gab.
    Der ZEN-Meister kehrte zurück und sagte zum Vagabunden: Jetzt bist du den langen Weg umsonst hierher gekommen und findest nichts, was du stehlen kannst. Ich gebe dir meine Kleider.
    Der Dieb nahme diese und verschwand.

    Der Meister saß nackt vor seiner Hütte und betrachtete den Mond. Er dachte: Könnte ich dem Vagabunden doch den Mond mit all seiner Schönheit schenken…….

  22. Ela

    Schöner Text, Willi. Den muß ich mir merken !

    Rote Gräfin, ich muss mir noch in Ruhe Deinen Blog ansehen um zu verstehen, wer Du eigentlich bist. Ich hatte das Glück, wohl in jeglicher Hinsicht bisher in meinem Leben nur die Sonnenseiten erlebt zu haben- mal abgesehen von diversen lächerlichen Episoden die letztendlich für mich sogar einen positiven Schritt nach vorne bedeuteten.

    Ich versuche immer wieder gerne andere an meinem Erfolgsrezept teilhaben zu lassen. Das ist aber vermessen, weil es wohl nicht nur ein Rezept für alle gibt ? Oder doch !

  23. Ela,
    schade was sollte das? Du hattest Glück wohl in jeglicher Hinsicht und fragst mich nach Armut, die Du mich gar nicht kennst?
    Weißt Du, so vera.scht habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt oder noch besser eigentlich mein ganzes Leben lang gefühlt. Ich fühle mich einfach verspottet und verhöhnt von Dir. Verdammt das tat einfach mal wieder nur ganz bescheuert weh.
    Dein Erfolgsrezept scheint Dir in die Wiege gelegt zu sein. Es ist ein Geschenk. Was Du einfach anderen weitergeben kannst. Wer es sieht, kann es annehmen. Wer voller Not Angst und Trauer ist, kann die Schönheit des Mondes nicht sehen. Aber Gott sieht das Herz.
    Warum belastest Du mich mit Fragen rein theoretischer Art ohne Sinn und Verstand? Was willst Du damit erreichen?

    http://18000malhoffnung.wordpress.com

    Eine Frage stelle ich Dir, wieso kokettierst Du mit Armut, anstatt verschwenderisch mit Deinem Glück umzugehen? Warum kannst Du nicht zu Deinem Glück stehen und dann Deine Fragen stellen?

  24. Willi Heuvens

    Ein ZEN-Schüler spricht zum Abt und Meister: Ich habe nichts – nur die Leere.

    Der Meister antwortet: Dann wirf es fort.

  25. Ela

    Liebe Rote Gräfin,

    kann es sein, dass hier ein etwas größeres Missverständnis vorliegt ?

    Ich besuche Deinen Blog und lese mir diesen Artikel und die Kommentare durch und schreibe was dazu.

    Lassen wir das. Es wird zu kompliziert und entschuldige bitte wenn ich Dich verärgert haben sollte.

    Kannst Du mir noch erklären wozu dieser Blog eigentlich dient und wozu man Kommentare posten kann ? Habe ich etwas Grundsätzliches falsch verstanden ?

  26. Hallo Ela
    mit Sicherheit, wird es dass sein. Ein riesengroßes Missvertändnis. Na und?

    Warum beantwortest Du meine Fragen nicht? Dann könnte es ausgeräumt werden.

    Entschuldigen nehme ich grundsätzlich nicht an.

    Da ich nicht weiß was Du verstanden hast kann ich Deine letzte Frage leider nicht beantworten.

  27. Ichliebemeinengartenzwerg

    Irgendwie komisch! Da gehe ich ins Internet um zu schauen ob der famose Willi Heuvens eine Internetadresse hat, so dass ich ihn schreiben kann, dass der Beitrag des Klever Wochenblattes über ihn mich erfreut hat und dann landet man bei einer „roten Gräfin“ die einen Mehrfrontenkrieg am führen ist. Wobei es ohnehin schon schwierig ist eine einzige Sache von mehreren Seiten zu betrachten. Austeilen ist leicht, das kann stets nach dem gleichen Schema ablaufen, ähnlich wie beim Zen-Meister der bei Fragen immer den Stock hob. Aber bei Meistern ist es doch so dass sie selber damit rechnen plötzlich ohne Stock da zu stehen weil der Andere ihn genommen hat! Eine seltene Begegnung, aber sie kommt vor.

  28. lol Demliebengartenzwerg,

    boah eh da kommt ja niemand mehr zwischen bei der Schreibweise. grrrrrrrrrrr 🙂

    „am führen;“ am tun; am machen……

    Das klingt so echt Kelvsch, das ich mich freue von Dir auf meinem Blog zu lesen. 🙂

  29. Willi Heuvens

    @IchliebemeinenGartenzwerg

    Lieber Zeitgenosse, hinterlegen Sie doch einfach Ihre Telefon-Nr. hier im Blog, ich würde Sie dann anrufen.

  30. Willi Heuvens

    Kennst du dich selbst und nicht den Gegner, ist der Ausgang des Kampfes zweifelhaft – kennst du den Gegner und nicht dich selbst, ist der Kampfausgang ebenfalls zweifelhaft. Kennst du den Gegner und dich selbst – wirst du siegen.

    Ich empfehle das Buch: Die Kunst des Krieges, von Sun Tsu

  31. Willi Heuvens

    Gut und Böse – Himmel und Hölle

    Ein Samurai betrat eines Tages ein ZEN-Kloster und fragte den Abt: könnt ihr mir den Unterschied zwischen Himmel und Hölle erklären?

    Der Abt sprach: du lächerlicher Samurai, was bildest du dir ein?

    Der Samurai zog sein Schwert … in dem Moment sagte der Abt: siehst du, hier öffnen sich die Pforten der Hölle!

    Der Samurai überlegte und schob sein Katana (jap. Langschwert) in die Scheide …. der Abt sprach: siehst du, hier öffnen sich die Pforten des Himmels!

  32. Leider ist das ganze manichäistische Weltbild von gut und böse eine Verführung für Leute mit Problemen, die nicht anerkennen, dass das Leben schwer und komplex ist. Ich war in einer Sekte, wo die kranken Menschen sich gefreut haben, dass sie „gerettet“ und die böse Welt verloren sei. Wer so denkt, ist selber verloren..

  33. Wie schön, dass Sie sich offensichtlich aus dieser Sekte befreien konnten.
    Sorgen machen mir allerdings die vielen Kirchen Angehörigen beider Konfessionen, die noch genauso denken.
    http://www.benediktiner.de/
    Hier in dem Forum wird täglich aus der 1500 Jahre alten Regel ein Abschnitt veröffentlicht, da stehen einem teilweise sämtliche Haare zu Berge.

  34. Willi Heuvens

    Ich las das Buch eines führenden Benediktiners, der feststellte, dass sich Buddhisten wohl nicht des Lebens freuen könnten, da sie angeblich nur das Leid sehen.
    Ich kann darauf antworten: ich habe nie so viel Freude und Mitmenschlichkeit erfahren wie im praktischen Buddhismus. Hier wird der Weg aufgezeigt, wie man die Grundübel des Menschen (z.B. Neid, Mißgunst, Gier) erfolgreich bekämpft und somit glücklich wird. Im Gegensatz zum praktizierten Katholizismus ist das Mitgefühl und die gute Tat am Nächsten das Hauptgebot im Buddhismus.

  35. Liebe rotegraefin
    Gut und Böse sind zwei Seiten der selben Medaille, es ist nur die Frage wie wir es leben, es ist beides in uns enthalten.
    Der böse Mensch, oder der bös handelnde, ist ein Mensch der das noch nicht erkannt hat.
    Der so genannte gute Mensch, hat erkannt, was immer er andern antut, muss er schluss endlich selber ausbaden.
    Auch von mir ein Zen-Text; wer mit glühendener Kohle nach seinen Feinden schmeisst, verletzt nur sich selber.
    Liebe Grüsse zentao
    PS. Ich danke Dir dass Du meinen Blog so fleissig besuchst und auch so engagiert kommentierst. Danke

  36. Hallo Zentao,
    meine Ma hat oft gesagt: „Du bist aus Widerspruch zusammengesetzt.“
    So auch hier.
    „Wer mit glühender Kohle nach seinen Feinden schmeisst, verletzt nur sich selber.“
    Da wird bei mir umgekehrt ein Schuh draus, wer sehr aggressiv ist wurde schon so sehr verletzt, der kann gar nicht mehr anders, als schreien und sich wehren.
    Da finde ich das Bild vom Teufel als Luzifer einem gefallenen Engel viel hilfreicher, der mit Geduld wieder zu dem gemacht wird was er einmal war.
    Dann wird daraus eine Wechselwirkung zuerst nehme ich immer den Splitter im Auge meines anderen wahr und dann erst den Balken bei mir.
    Es kommt auf die positive Gegenseitigkeit an und wir müssen immer einkalkulieren, dass es genauso eine negative Gegenseitigkeit gibt.

  37. Marco

    Hallo,

    ich muss gestehen, dass mir die Geduld fehlte, die ganzen Beiträge durchzulesen, aber ein kurzer Kommentar zu zentaos letztem Beitrag:

    pro: „Gute Menschen wissen um Gut und Böse, schlechte Menschen wissen von beidem nichts.“
    C. S. Lewis

    kontra (daraus abgeleitet): Wie kann das Böse gleichberechtigt neben dem Guten stehen, wie auf zwei Seiten einer Medaille. Alles „Böse“, das wir kennen kommt nach dem Guten und hat ohne dieses keinen Existenzgrund, oder?!

    Viele Grüße
    Marco
    Stimmt auffallend. „Es kann wohl Gutes ohne Böses geben aber niemals Böses ohne Gutes“ Thomas von Aquin
    Deswegen haben wir die Aufgabe, in jedem Augenblick das Gute das Beste aus einer Situation zu machen.

  38. gokui

    das ganz leben ist nur eine täuschung – so meine vermutung. es gab mal eine sehr interessanten berricht von BBC, welcher der frage nachging, in wie fern unser gehirn die dinge projeziert, die unsere augen sehen.
    es könnte also durchaus möglich sein, daß die welt so wie wir sie zu kennen glauben gar nicht so existiert !

    ich finde diese sichtweise fazinierend, wobei dann ja auch noch die frage nach einem paraelluniversum zu klären sei. vielleicht ist alles nur ein spiegelbild ?

    aber mal weg von diesen weittragenden vermutungen: der mensch bleibt ein kleines licht und als solches sollte er sich zu begreifen lernen. dinge die nicht schlecht sind, falsch oder böse haben auch ihre berrechtigung. im islam sagt man auch gerne „in shalah“ ( so gott/ alah will ).

    ich bringe mal hier eine sigantur ein, die früher in einem forum wo ich tätig war meine texte zeichnete:

    „der mensch sollte sich lösen von dem weg und in dem gedanken gefangen zu sein, daß nur sein individuum das einzige wahre dasein wiederspiegelt. nur so wird er zufriedenheit spühren und glück empfinden.“

    ( hier mein „glückslink“ http://gokuhisigns.wordpress.com/08-gluck/ )

    die suche nach gott, glück und der wahrheit bestimmt die geschicke der menschheit genauso, wie sie sein dasein beeinflusst. diese suche formt sein treiben und seinen trieb.

    Ja und das Glück soll für alle da sein nicht nur für die Reichen und Schönen

  39. Pingback: traumherzflug II « gokui signs

  40. etanera

    Der Mensch ist es, der das Böse defininiert. Und ohne das Böse gibt es auch nicht das Gute. Diese beiden Begriffe bedingen sich gegenseitig.

    Wie Gokui an-denkt … wir nehmen die Welt subjektiv wahr. Damit beschäftigt sich Paul Watzlawick höchst anschaulich in seinem Buch „Die erfundene Wirklichkeit“. Auf amüsante und dialektisch formulierte Weise schildert er die „Wahrheit“ – die es nicht gibt, wie wir alle ja wissen (sollten).

    Mit dem Thema „Glück“ beschäftigt sich auf ähnliche Weise Wolf Schneider in seinem Buch „Glück“. Kann ich auch empfehlen.

    Und was die rote Gräfin sagt: „Ich habe zum Beispiel zu lange und zu oft den Fehler gemacht, die Schuld bei mir zu suchen. Es hat lange viel zu lange gebraucht, bis ich begriffen habe, dass es immer um verteilte Verantwortung im sozialen Miteinander geht.“ … Es gibt Menschen, die suchen permanent die Fehler bei sich selbst (ich neige auch dazu), und es gibt Menschen, die suchen die Fehler immer bei anderen. Das Dumme ist, dass sie sie dann auch finden.

    Eben und ich finde es ist an der Zeit, dass wir mit diesem Quatsch aufhören! Das Leben ist doch anders viel schöner.

  41. gokui

    warum sollten wir damit aufhören ? ich denke eher nicht. gut es mag menschen geben die an einem punkt angekommen, die brauchen sich nicht merh selbst kritisch, wenn möglich, von einem neutralen standpunkt aus betrachten.

    dennoch she ich es als wichtig an, neben dem leben an sich in seiner leichtigkeit es zu genießen in frieden und liebe, seinen fokus immer weider mal auf sich selbst zu lenken.
    der weg endet nie.

    Der Irrtum liegt darin an einen neutralen Standpunkt zu glauben. Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben und ich bin es in meinem Leben.

  42. Jeder Mensch ist der wichtigste in seinem (eigenen) Leben. Wer das nicht erkennt, macht sich was vor.

    Stimmt deswegen danke ich Dir auch für diesen Beitrag

  43. gokui

    jetzt hast du deisen gut und böse artikel gleich dreimal verlinkt…
    das muß ja ganz schon wichtig sein.

    Ja natürlich ist es wichtig die Ignoranz für die eigenen Fehler los zu werden, dann ändert sich nämlich die ganze Welt. Kleinvieh macht schließlich auch Mist.

  44. Meinst du wirklich das sich dadurch die ganze Welt ändert, wenn jeder seinen fehler einsieht ?

    Wie wäre es, wenn Du erst einmal bei Dir anfängst und dann mal schaust, was sich geändert hat. Meistens liegt es schon daran, dass sich kein Mensch traut auch nur einen Fehler zu zu geben.

  45. Für mich hört sich das ganze sehr theoretisch an. Perspektive All inclusive.
    Eben unter dem tue ich es nicht! 🙂

    Ich war verheiratet mit einer Adventistensippe.
    Mein Beileid, obwohl ich die Adventisten nicht kenne.
    Dort hat man jeden Sabbat den der Herr werden liess darüber geredet (gehetzt) das die Katolische Kirche irgend ein Tier aus der Bibel sei (Luther hat das auch so ähnlich gesehen) und sie alle wahren Gläubigen abmurksen wollen.
    Ich hab dann die Oberadventistin, die Tante meiner Ex gefragt wann ihr denn mal ein Katholik was Böses getan hat. Grosser Fehler.
    Ich empfehle als Lektüre von Erasmus von Rotterdam: „Das Lob der Torheit“ und oder von von Watzlawick: „Die Anleitung zum Unglücklich sein“

    Inzwischen darf ich meine Kinder nicht mehr sehen und meine Tochter will mich nicht mehr sehen. Das ist für mich die Hölle. Ich habe unendlichen Hass in mir und würde gern meine Ex auf 800 Meter mit ner Sniper wegpusten. Voll ins Herz.
    Kann ich gut verstehen. Würde es aber doch schon allein aus Liebe zu mir selber und dem ruhigen Gewissen bleiben lassen. Stell Dir mal den Polizeiaufwand, Gerichtverhandlung und Knast anschließend vor. Ich meine da sollte Dir schon etwas Besseres als eine solch brutale Rache einfallen dürfen.

    Aber wenn ich das machen würde, würde das mein Verhältnis zu meiner Tochter auch nicht wirklich verbessern. Ausserdem sind solche Knarren nicht leicht zu kriegen.
    Na siehste habe ich mir doch gedacht. Ich habe es hier mit einem klugen Kopf zu stun.

    Also was wirklich intelligentes ist mir noch nicht eingefallen. Wenn ich Weihnachtsgeschenke vorbeibringe lösst das einen Polizeieinsatz aus.
    Schick sie mit der Post, spart Deine Nerven und Du hast einen Beleg für in 20 Jahren als ein guter Vater.

    Die Welt ist die Hölle und ein Mensch ist der Teufel des anderen. (Das es Ausnahmen gibt weiß ich)

    Eben deswegen bleibt uns nichts anderes übrig als diese armen Teufel zu lieben so gut es eben geht 😀

  46. Lob der Torheit und Anleitung zum Unglücklichsein habe ich gelesen und befolge sie unglücklicherweise.
    Dann hast Du Dich noch nicht entschieden genug für Dein Glücklich sein entschieden

    Wenn ich es auf einen Meter machen würde, dann hätten die Bullen eine Chance. Aber auf 800m hat man viel Zeit. Ein mal kurz Gott und man schlendert mit dem Lied „I dont want to set the world on fire“ davon. Mein absolutes Lieblingslied, neben „surfin bird“ (schön laut spielen)

    Meine Unfähigkeit eine ordentliche Knarre zu besorgen würde ich nicht klug nennen. Ich kann mir meine Unfähigkeit nicht verzeihen. Als Christ gehe ich glaube ich, auch nicht durch.
    Aber als ein Mensch, der voller Rache und Bitterkeit ist. Da habe ich es leichter ich sage dann lieber Gott, du weißt es wie ich mich fühle und dass ich am liebsten Bomben schmeißen möchte, wenn es nach mir ginge. Ich trau mich nur nicht und halte mich sogar für feige. Also mach Du das Beste draus, eigentlich will ich ja keinen Menschen verletzen, aber meine Wut ist gerade so groß, dass mir im Moment am besten keiner in die Quere kommt.

    Ich würde sogar die Sonne angreifen, wenn sie mir ein Leid zufügte. Die ist mir zu hoch und ich bin zu faul bis da oben hin zu steigen 😀

    Was hälst Du, Gräfin, von dem Vorschlag, du lädst meine Frau und die Kinder auf Dein oder auf das Schloss Deiner Freundin/Freundes ein. Zufälligerweise bin ich auch da. Sollte es schief gehen lädst Du sie anschliessend zu einer Treibjagt ein. So ein Jagdunfall ist unauffällig. (papierumanteltes Projektil) Ich würde auch so tun als ob mir das leid tut.
    Der Vorschlag hat etwas! Lässt sich nur leider nicht mehr realisieren, das Schloß verkauft ist und ich mit der Sippe und die Sippe mit mir wenig zu tun haben will. Deswegen kann ich Deine Wut so gut verstehen.

  47. Vielleicht kann man Deine Sippe noch etwas aus den Rippen schneiden?
    Ich liebe es Strategien zu entwickeln. Aber das geht natürlich nicht gut öffentlich.

    Strategien, die den Frieden mehren und die Liebe vertiefen sollten in aller Öffentlichkeit entwickelt werden können. Alles was mit dem Nimbus der Heimlichkeit versehen ist führt zum Gegenteil und das liegt nicht in meinem Interesse

  48. Wenn Du so viel Liebe empfindest kann ich nicht verstehen warum Deine Sippe sauer ist?
    Ganz einfach, weil sie so viel Liebe nicht aushalten können. Warum bist Du bei den Adventisten rausgeflogen? Ich vermute aus dem gleichen Grund!

  49. Liebe, Glück, Vertrauen findest du in dir selbst und wirst es nie im Anderen finden. Der hat dann das Gefühl, ich liebe den Mann, die Frau, die Schwester, aber irgendwie geht sie/er mir auf den Geist.
    Das ist das saudumme egozentrische Gequatsche von den meisten Idioten auf dieser Welt. Liebe ist überall da! Glück findest Du auf der Straße da liegt es Cent weise herum nur die meisten Leute sind zu faul sich zu bücken. Und Vertrauen findest Du in dem Masse wie du gelernt hast Dich zu bücken und wieder aufzurichten.

    Und das ist schon so wenn es nur um ganz normale Liebe geht, ohne religiösen Aspekt.
    Wenn es noch um religiöse Aspekte geht dann hat das gar keinen Sinn, weil ja die himmlischen Gerichtshöfe den meissten verschlossen sind, jedenfalls jetzt noch.

    Nö, ich bin gegangen. Dat blöde Gequatsche ging mir einfach auf den Geist.
    Es gab da welche die nen Schreikrampf bekommen haben wenn ich nur die Lippen bewegt habe. Wenn jemand gequirrlte Kacke liebt, dann sollte er dabei bleiben. Ich liebe es nicht und es gibt niemanden der einen in einer Kirche halten kann. Man muss ja nicht hingehen.
    Das spricht für Dich

  50. Kaffe in an den Externsteinen oder nicht?
    Da ich nur noch Tee trinke, muss ich leider ablehnen. Um ja und nein heraus zu finden benutze ich mein Pendel. Um den Weltfrieden mich zu kümmern brauche ich viele Mitarbeiter, die Lösungen für hier und jetzt suchen und keine die versuchen mir die Pistole auf die Brust zu setzen.

  51. Sag mal, wie findest Du das, was ich dem iranischen Präsidenten geschrieben habe. Gut, ich war ein bischen grob, aber ich hasse den Kerl einfach. Das ist so eine feige Sau, sorry, oder wie sagt man das in Euren Kreisen?

    Und bei Gelegenheit könntest Du ja der Turn und Taxis ausrichten „Junge Huren, alte Beetschwestern“ Wenn die Pank geblieben wäre hätte ich sie ernst genommen.

    Das weiß ich doch nicht kannst Du es mir beschreiben? Ich hab der Dame mal geschrieben. Voriges Jahr war ein Interview bei Maischberger, da hat sie mit dem Kardinal Meisner eine denkbar schlechte Rolle abgeben. Ein weiterer Sargnagel für die römische Kirche. Sie wollen es halt nicht nicht anders. Geh mal auf ihre Seite da schnallste ab.

  52. Kannst Du mir ne verlinkung machen? Hoffentlich kann ich ihr das selbst auch schreiben.

    Aber nach Deiner gräflichen Einschätzung, wird mein Beitrag für den iranischen Präsidenten meine Lebensspanne verkürzen?http://blog.thebrights.de/2008/09/15/schwulenbashing-blaublutig-und-katholisch/

  53. Du must mal wieder was schreiben.
    Mir fällt hier im Moment nichts ein.

  54. die rote Gräfin: „Ich habe zum Beispiel zu lange und zu oft den Fehler gemacht, die Schuld bei mir zu suchen. Es hat lange viel zu lange gebraucht, bis ich begriffen habe, dass es immer um verteilte Verantwortung im sozialen Miteinander geht.“ …

    Etanerarenate: „Es gibt Menschen, die suchen permanent die Fehler bei sich selbst (ich neige auch dazu), und es gibt Menschen, die suchen die Fehler immer bei anderen. Das Dumme ist, dass sie sie dann auch finden.“
    die rote Gräfin: „Eben und ich finde es ist an der Zeit, dass wir mit diesem Quatsch aufhören! Das Leben ist doch anders viel schöner.“

    Nitya: „Suchet (Fehler) – und ihr werdet (Fehler) finden. Auch verteilte soziale Verantwortung (was issn das?) zielt bei einem Fehlen derselben auf einen Fehler. Niemand will den Schwarzen Peter, auch nicht, wenn er zerschnibbelt und „gerecht“ verteilt wird.

    Wie Etanerarenate sagt: „Der Mensch ist es, der das Böse definiert.“ Es ist auch der Mensch, der definiert, was als Fehler zu gelten hat. Kann man beim Anblick eines Tsunamis sagen: „Ein Tsunami ist ein Tsunmai ist ein Tsunmai.“? Oder fällt einem wirklich nichts Besseres ein wie: Gott ist schuld! Was für ein gigantischer Fehler Gottes! (Oder waren es doch die Menschen mit ihrem dilletantischen Frühwarnsystem? Irgendjemand MUSS doch schuld sein!)

    Ist ein Tsunami ein Fehler? Also wenn ich gerade baden gehen wollte, ganz bestimmt. Scheiß-Tsunami, Scheiß-Gott, Scheiß-Wissenschaftler! – Schönheit liegt im Auge des Betrachters, sagt man. Fehler auch.

    Es gibt keine Fehler.

    die rote Gräfin: „Eben und ich finde es ist an der Zeit, dass wir mit diesem Quatsch aufhören! Das Leben ist doch anders viel schöner.“

  55. Ich bitte um Entschuldigung, ich habe vorhin aus Versehen Ihren Kommentar bei mir gelöscht…
    Da wir uns derzeit in einer gewissen Sache allesamt sehr bedeckt halten müssen, kann ich Ihnen hier auf Ihre Frage keine direkte Antwort geben. Aber Sie können mir gerne eine Mail schicken.
    Herzliche Grüße!
    Das bedeckt halten verstehe ich nicht! Da halte ich es mit Mahatma Gandhi „Die Verfolgung der Wahrheit duldet nicht,dem Gegner Gewalt anzutun, sondern, dass er mit Geduld und Liebe vom Irrtum abgebracht werden muss.

  56. Philipp

    Schöne Webseite!

    Danke!

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