Islam und Christentum

Am 11.September 01 sind zwei stolze Systeme aufeinandergestoßen, die sich gegenseitig bekämpfen, dies bringt nur Unglück für alle Beteiligten.

Der Islam beruft sich ja auf Ismael (Gen 16,1-4). Es ist also ein Bruderkrieg. Wir Christen führen uns mit den Israeliten auf Isaak zurück.

Auf der Suche, warum Sara eigentlich ein solches Biest gewesen ist, und von Abraham verlangt hat, Hagar und ihren Sohn Ismael in die Wüste zu schicken, stieß ich noch mal auf das 12. Kapitel 11 – 20 Genesis. Abram bittet seine Frau Sarai sich als seine Schwester auszugeben, damit es ihm gut geht, und er um seinet- und ihretwillen am Leben bleibt. Im Verlauf der weiteren Geschichte, wird deutlich, dass Abraham seine negativen Vorstellungen auf die Ägypter projiziert hat. Dass die Plagen Gottes zuerst einmal den Unschuldigen treffen. Dass Sarai zunächst dieser Zumutung, ob aus Liebe, Dummheit oder Naivität vermutlich alles zusammen, nicht widerspricht, sondern ihr stattgibt, spricht schon stark für eine unterdrückte Form von Weiblichkeit.

Ich bin in diesem Fall völlig anderer Meinung, als der heilige Paulus in seinem Brief an die Galater. Nur eine freie ursprüngliche Frau kann in der Wüste überleben. Nur eine freie, ursprüngliche Frau wird einen heftigen Aufstand machen, wenn der Mann versuchen würde, ihr Kind umzubringen.

Abram ist damit vermutlich der erste Zuhälter gewesen. Sarai hat mit Sicherheit, als sie dann am Hof des Pharaos kapiert hat, was sie da sollte, den ganzen Harem zusammengebrüllt oder wilde Hexereien veranstaltet, ob dieser Kränkung, Missachtung und Schmähung ihrer Liebe zu Abram. Sie wird diese Kränkung Abraham nie verziehen haben, und ist vermutlich erst in Folge dieser Ungeheuerlichkeit unfruchtbar geworden. Dann konnte sie nach der Geburt von Isaak nicht mehr zuschauen, dass Ismael dort fröhlich spielte, weil dieses Kind sie zu sehr an die Abwertung ihrer Liebe zu Abraham erinnerte und damit einer Abwertung ihrer eigenen Person. So etwas fördert ungeheuer viele Hass- und Rachegedanken, zumal eine anständige Frau so etwas gar nicht empfinden dürfte.

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19 Kommentare

Eingeordnet unter Bibel, Christen, Emanzipation, Frieden/Krieg, Glaube, Islam, Leben Politik, Wissenschaft

19 Antworten zu “Islam und Christentum

  1. zweitersein

    Ich denke, Christen müssen sich nicht auf Isaak zurückführen.

    In einem der Evangelien (ich glaube, es is Matthäus), wird zwar am Anfang der Stammbaum Jesu geschildert, nicht ohne symbolischen Hintergrund, aber einige Zeilen später heisst es, dass Maria Jesus vom Hl.Geist empfangen hat.

    Es ist auch nicht die Herkunft wichtig, spätestens seit Paulus hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass der „neue Weg“ (wie sich das Christentum anfangs genannt hat) auch für die Heiden da ist.

    Ohne Paulus würden wir also wahrscheinlich heute noch zu Wotan beten.

    meint
    Christoph

  2. zweitersein

    P.S.: was die Amerikaner tun, ist ihre Sache, ich fühle mich nicht im Krieg mit dem Islam

  3. rotegraefin

    Wer sich mit dem Evangelium alleine bewaffnet und nicht den Hintergrund bedenkt auf dem es entstanden ist, schneidet der Wahrheit die Wurzeln ab und macht aus einer frohen Botschaft eine Droh- und Verwirrbotschaft.
    „Die Wahrheit macht uns frei.“ Das Christentum hat sich aus dem Judentum entwickelt und die Grundbotschaft des AT lautet: „Gott hat den Menschen ach seinem Ebenbild geschaffen und zwar als Mann und als Frau“ Die Grundaussage des NT lautet als Ergänzung dazu: „Gott wurde Mensch“ und „Das Reich Gottes ist da“ Wir brauchen nicht erst dahin zu marschieren. Wir sind erlöst.
    Damit ist der Mensch göttlich und okay. Meine Frage war, wenn das so ist, warum verhält der Mensch so oft so unmenschlich? Der Artikel ist eine Antwort auf diese Frage.

    @zweitersein, heißt dass dann nicht was kümmert mich mein Bruder? Für den Frieden ist jeder Mensch mit verantwortlich.

  4. Wie „macht“ man Frieden? Indem man selber immer „recht“ hat? Indem man die eigene Lebensweise auch allen anderen aufzwingt? Oder indem man Kompromisse eingeht und versucht, eine Lösung zu finden, bei der niemand „das Gesicht verliert“? Indem man jeden Fehler bis in die Unendlichkeit tradiert oder indem man verzeiht?

    Gedanken, nur Gedanken, ich weiss
    meint
    Christoph

  5. rotegraefin

    @Christoph,
    „Die Gedanken sind frei“ lautet ein altes Volkslied, was mich heute noch freut.
    Der erste Gedanke, der den Du immer wieder festhalten solltest, ist der dass Du Gottes geliebter Sohn bist, an dem er sein Wohlgefallen hat.Punkt Wenn Du ihn verloren hast, dann hebe ihn wieder auf un halt ihn erneut fest. Der Rest macht das Leben und Deine Aufrichtigkeit.
    Du kannst Dich irren, aber du kannst auch aus Deinem Irrtum lernen und es neu und anders versuchen. Bleib bei Deiner Wahrheit, dass Du ein Recht auf Respekt hast und schenke anderen ihren Respekt.
    Probiere doch mal das eine aus ohne das andere zu lassen. Es kommt darauf an, warum Du und an welcher Stelle Du so vehement auf Deinem Recht bestehst oder immer wieder den selben Fehler machst, den kein anderer Mensch versteht selbst Du nicht.
    Eine Lösung zu finden bei dem niemand das Gesicht verliert und alle dabei gewinnen ist in jedem Fall die beste Lösung. Weg vom Konkurrenzgedanken und hin zur Kooperation.

  6. @rotegraefin
    Zitat: Es kommt darauf an, warum Du und an welcher Stelle Du so vehement auf Deinem Recht bestehst oder immer wieder den selben Fehler machst, den kein anderer Mensch versteht selbst Du nicht.

    Offensichtlich kennst Du mich besser, als ich selbst mich kenne. Welchen Fehler meinst Du? Ich habe sicher viele Fehler, einige wenige kenne ich sogar.

    Danke für die Erleuchtung im voraus 😉

    Christoph

  7. Alfred

    Genau, lieber Herr zweitersein,
    blenden wir als gute, weichgespülte Christen doch einfach aus der Bibel aus, was uns nicht ins Konzept passt! So lösen wir auch die unendliche Anzahl an Widersprüchen einfach auf Was nicht passt, wird passend gemacht.
    Glauben ist schließlich für diejenigen da, die nicht selbst denken wollen. Wer WEISS, musst nicht GLAUBEN!

    Wünsche noch viel Vergnügen in der heilen Welt,
    Alfred. 🙂

  8. rotegraefin

    @christoph,
    hast Du schon mal nach geguckt was Dein Name bedeutet? http://de.wikipedia.org/wiki/Christophorus Hier dazu ein Link.
    Nein ich kenne Dich nicht. Ich kenne nur die Fragen, die mich selber oft lähmten das richtige zu tun.

    Von sich selbst schließt man auf andere.

    @Alfred,
    willkommen als guter weich gespülter Christ auf meinem Blog. Hast Du dich etwa verlaufen oder woher kommt Deine Aggression gegen Dich selbst? Ja der Glaube versetzt Berge und macht das krumme gerade.

  9. @rotegraefin

    Das mein Name „Christusträger“ heisst, war mir bekannt.

    Aber ich will auch nicht verleugnen, dass mich mein Name eines Tages sehr erschreckte, als ich entdeckte, dass Christus das Licht ist.

    Wenn Christus das Licht ist, dann ist der Christusträger also auch der Lichtträger, und das heisst „Luzifer“.

    Tja, oft hat ma Pech

  10. @Alfred

    Man muss die Bibel nicht absolut nehmen. Sie hatte viele Autoren, die in vielen unterschiedlichen Zeiten viele unterschiedliche gesellschaftliche Strömungen verkörperten.

    Im Mittelalter hatte man die Bibel symbolisch an die Kirche gekettet, um auszusagen, dass nur die Kirche das Recht hat, die Bibel auszulegen.

    Es gab Kirche ohne Bibel, aber Bibel ohne Kirche gibt’s nicht.

    Aber das traurige ist ja, dass die Christen nicht unter einem Dach vereint sind, nicht mit einheitlicher Sprache sprechen.

    Wer garantiert uns, dass in der Kirche die Wahrheit ist? Es ist der Hl.Geist persönlich, den uns Christus versprochen hat und er hat sein Versprechen nicht gebrochen.

    meint
    Christoph

  11. rotegraefin

    Hallo Christoph,
    nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.
    Bislang habe ich nur gewußt, dass Christus der Gesalbte heißt.Stimmt aber auch das Licht. Aber die Christen glauben doch, dass mit dem Leben und Sterben Jesu und seiner Auferstehung, der ewige Ankläger zum Schweigen gebracht wurde. In der Osternacht singen die Katholiken von der felix culpa der glücklichen Schuld des Adam.
    Lerne einfach alles mit Liebe anzuschauen, dann wirst Du schon wissen was richtig und was fehlerhaft und verbesserungswürdig ist.
    Die reine Erkenntnis will an der Macht dieser Erkenntnis festhalten. Dann schau einfach auf das Leben von Jesus und wie ihn seine damaligen Zeitgenossen gesehen und behandelt haben. Wie oft er sich entzogen hat, wenn sie Steine aufhoben und nach ihm warfen und wie es den Knecht des hohen Priesters fragte, warum er ihn schlage. Suche, prüfe und entscheide dann was Du tun willst. Alles andere kommt mit der Zeit das luziferische in uns verschwindet immer mehr mit dem Wunsch wirklich Gottes Willen zu erfüllen. Paulus schreibt:“Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“
    Also erkenne als erstes: „Du bist Gottes geliebter Sohn an Dir hat er sein Wohlgefallen.“ „Die Worte Gott und ich sind eigentlich nicht von dieser Welt“ sagte mir mal ein geistlicher Begleiter. Der Dreiklang: „Sehen, urteilen, handeln“ ist eine gute Begleitmusik für das ganze Leben. Trau Dich Fehler zu machen oder ganz was Verrücktes, denn da wo Deine Zufriedenheit ist da ist Gott.

  12. @rotegaefin:
    Das mit dem 11. Josef Tember (=Sepp Tember)….. jaja…. aber was ist jetzt mit Georgien? Oder mit dem Tschad? Oder Tibet? Welche Systeme prallen da?
    Ich meine, manchmal kann man halt nur trauern und beten für die ganzen Leute, gleich für beide Seiten. Ja, und seine Meinung bloggen, damit man wenigstens symbolisch im Land des Internets eine Spur hinterlässt, damit die Nachwelt sagt: nicht alle waren dafür/dagegen…..

    Übrigens: sehr netter Blog!

    @Alfred:
    Ich will dir nicht auf die Zehen treten…. tu’s aber trotzdem!
    Provokante Aussage: Wenn einer ein beschmutztes Gewissen hat, ärgert er sich über „reingewaschene“ andere Gewissen.

    MFG CrippLeD SaM
    http://hanumanji.wordpress.com
    —-> Unmengen von Gebeten und Gesängen zum Affengott!

  13. rotegraefin

    @CrippLeD SaM
    Danke für Deinen Besuch und Deine Anerkennung. Seien wir einfach für den Menschen und alles andere ergibt sich draus und wer sich traut in jedem Menschen auch noch ein Ebenbild Gottes zu sehen, der hilft das Himmelreich hier zu erweitern ganz ohne Gewalt.

  14. schweizerkrieger

    Es ist für mich nicht verständlich, viel Menschen meinen oder glauben zu wissen dass der Irak nie Massenvernichtungswaffen hatte. Jedoch glauben sie zu 100 % an die Bibel!!!
    Der Mensch glaubt das was für ihn richtig oder falsch ist. Jeder Mensch sollte einen glauben haben, nur schon der eigene glaube ist glaube genug.

    „Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    (Marie von Ebner-Eschenbach)

    „Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann,
    so ist es der Glaube an die eigene Kraft. „
    (Marie von Ebner-Eschenbach)

  15. rotegraefin

    Hallo Schweizerkrieger,

    vielen Dank für Deine zweite Nachricht. Die Bibel ist eben ein Buch nicht nur mit sieben Siegel, dass sich nicht so schnell jedem erschließt.
    Entweder glaube ich nur an, dass was ich sehen und anfassen kann. Oder ich glaube, dass es da hinter noch eine Wirklichkeit gibt.
    Ich muss nicht daran glauben, ob es im Irak Massenvernichtungswaffen gibt. Ich weiß aber, dass es hier im Westen genug davon gibt. Ich weiß, dass dieses Wissen, um diese Dinge eine enorme Angst verursacht und dass diese Angst verhindert vernünftig zu denken und zu handeln.

    Angst essen Seele auf. Angst macht dumm und Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.

  16. schweizerkrieger

    Hy @rotegaefin:

    Eine gewiss Angst ist zwingen für das überleben den Angst macht auch vorsichtig.
    Nicht jede Angst frisst dich auf. Wirklichkeit ist ein schönes Wort. Es beginnt schon am Morgen wenn ich aufstehe, wenn ich in der Natur bin und das ist nicht (da hinter) Irgendwo. Sonder das jetzt und hier.

    Lache nie über die Dummheit der anderen. Sie ist deine Chance.
    (Winston Churchill)

    Stolz ist keine Krankheit: Ein stolzer Mensch verlangt von sich das Außerordentliche. Ein hochmütiger Mensch schreibt es sich zu.
    (Marie von Ebner-Eschenbach)

    Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie.
    (Erich Kästner)

    Es ehrt unsere Zeit, daß sie genügend Mut aufbringt, Angst vor dem Krieg zu haben.
    (Albert Camus)

    Es gibt eine Menge Dinge in der Welt, die ich gerne anders hätte, als sie in Wirklichkeit sind; aber in einer Welt ohne Böses würde das Leben nicht lebenswert sein.
    (Thomas Stearns Eliot)

    In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe.
    (Demokrit)

  17. rotegraefin

    Ja Schweizerkrieger,
    Sprüche sind schön. Was sagst Du selber? Kennst Du Nikolaus von der Flüe?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Niklaus_von_Fl%C3%BCe

  18. schweizerkrieger

    Warum haben die Muslime den Koran so lieb?
    Ist doch ganz klar: Liberale Juden und Christen haben mit ihren heiligen Büchern zumindest einen Vorteil. Diese gelten nicht als Wort Gottes, in dem sinn also das sie behaupten, sie seien von Gott geschrieben. Juden und Christen gehen davon aus, dass die heilige Schrift, ihre heilige Schrift von Gott inspiriert sei. Jedoch von Menschen zusammengetragen wurde.
    Die Muslime haben da ein Problem; Für sie ist der Koran tatsächlich Gottes Wort

  19. Religionen haben alle eines gemeinsam – ihre Funktion. Soll heißen, die Religion soll was bewirken.
    Daß Menschen sich besser benehmen?
    kann schon sein.
    ist eine Frage der Definition, was „besser“ sein soll.

    Religionen haben zwei Funktionen.
    – innenpolitisch auf Reihe bringen, aus der dann keiner mehr raustanzen soll
    – außenpolitisch abgrenzen (und somit je nach wunsch überfallen oder zu Verbündeten machen zu können)

    Ich sehe keine REligion, die da anders wäre.

    Was das klägliche Sammelsurium angeht, das sich heute Bibel nennt, so ist ds nur ein Überrest. Es gab wesentlich mehr Evangelien als nur die heute bekannten 4.
    Interessant sind diese Geschichten in Hinblick auf das, was der Erzähler uns damit erzählen will, also seine Intention. Und die erkennt man ja bei jeder einzelnen Story recht gut. Man muß nicht immer glauben, daß es „genau so“ gewesen ist. Sondern der Erzähler hat einen Grund, es uns „genau so“ zu erzählen, wie er es halt tut…
    man erkennt die Absicht, wenn man genau hinsieht.

    Ich lese die Geschichten der Bibel anders und zwar in die Richtung was sagt mir der Text heute und wie kann dieser Text so für mich und meine heutige Situation hilf- und damit trostreich sein. Es gibt ein Ideal, was ganz schnell schon Kindern übergestülpt wird, anstatt zu kapieren, dass wir nur heute und jetzt diesen Augenblick haben um glücklich zu sein oder einfach nur zu leben, denn das Reich Gottes ist da und braucht keine Opfer sondern will das leben in Fülle entwickeln.

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