Denk ich an Deutschland

GEGEN DAS BÖSE AUFZUSTEHEN,
WIE FÜR DAS GUTE EINZUTRETEN,
IST EBENSO PFLICHT.
Mahatma Gandhi (*1869, +1948)

12.04.08 Sehr geehrte Damen und Herren bei der Telefonseelsorge,in der letzten Nacht konnte ich nicht schlafen und wählte die Nummer der Telefonseelsorge. Die Dame die sich dort meldete, war merkwürdiger Weise wenig gesprächsbereit. Nach dem ich ihr erklärte, dass es mir wie Heinrich Heine ginge „Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.“ War erst einmal Schweigen und als ich sie dann fragte, wie es ihr ginge, wenn sie an Deutschland denkt, wurde sie ganz energisch und schlüpfte in eine autoritäre kindisch strenge Mutterrolle. Sie wäre nicht bereit nachts um 2.00 Uhr über Deutschland zu sprechen und hielt damit das Gespräch für beendet. Sie legte auf.  Etwas verblüfft rief ich noch einmal auf der anderen Leitung an. Hier bekam ich die gleiche barsche Antwort und es wurde wiederum aufgelegt. Danach war dann der Anrufbeantworter angestellt.

Eine Stunde später rief ich noch einmal an und antwortete nur auf die Frage, was sie für mich tun könnte, dass ich eine Menge Fragen hätte. Die Dame schwieg, ich auch.  Ich wunderte mich während des Schweigens über das mangelnde Interesse an dem anderen Ende der Leitung. Als ich husten musste, vermutete die Dame am anderen Ende, dass ich mir einen Spaß erlaubte und legte wiederum auf. Kann es sein, dass diese Dame voller Projektionen steckt?
Ich vermute es handelte sich um die Telefonseelsorge in Wesel. Ich war nur verblüfft über diese offensichtliche Unfähigkeit zur Kommunikation.

Eine Stunde später rief ich noch einmal an und war zu meiner Verblüffung mit der TS Duisburg verbunden. Mit der dort diensthabenden Dame, der ich gleich vorschlug wieder aufzulegen, war ein kurzes partnerschaftliches Gespräch über die Vorfälle der Nacht möglich.

Kann es sein, dass die TS Wesel sich besonders durch seelische Grausamkeit auszeichnen will?  Sollen Menschen die in Sprachlosigkeit stecken, darin  belassen werden? Werden die Mitarbeiter in der TS nicht darin geschult, wie ein Gespräch zu führen ist? Natürlich hat bestimmt ein Mitarbeiter das Recht über bestimmte Themen nicht sprechen zu wollen. Werden die Mitarbeiter nicht darin geschult, wie sie Nein sagen können ohne die unbekannte Anruferin noch zusätzlich zu kränken? Ein Hinweis auf die eigene Situation, z.B. schon etliche anstrengende Anrufe hinter sich zu haben und jetzt unfähig zu sein ein Allerweltsgespräch über Deutschland zu führen. Hätte bei einer einfühlsamen Anruferin ( für die mich natürlich halte) auf Verständnis gestoßen und das Gespräch hätte in beiderseitigem Einvernehmen beendet werden können. Lernt man bei der TS in Wesel nicht die Regeln nach Ruth Cohn oder die niederlagelose Konfliktlösung nach Thomas Gordon?

Vor Monaten konnte mir schon einmal ein Mitarbeiter auf meine Frage, ob er an Gott glaubte und wo für ihn Gott ist keine Antwort geben.  Er legte auch als erstes  den Hörer auf  und meinte bei meinem zweiten Anruf, er hätte das Gespräch für beendet gehalten. Auf weitere  Fragen bekam ich die Antwort, er sei kein Pfarrer und könnte dazu keine Antwort geben.

Wie ist das möglich? Da werden ehrenamtliche Personen eingestellt in der Seelsorge und sind unfähig eine Frage nach Gott zu beantworten? Will die TS noch Menschen in seelischen Nöten eine Hilfe sein oder will sie nur lediglich zur allgemeinen  Hilf-und Ratlosigkeit beitragen?

Von Mahatma Gandhi habe ich gelesen, dass er von Deutschland zum III. Reich meinte in Deutschland fehle die geistige Kraft, einen gewaltlosen Widerstand aufzubauen. Die geistige Kraft die wir benötigen ist dringend wieder die Einheit des Menschen mit Gott  festzustellen  und zu bekennen. Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild und Gott wurde Mensch. Wo treffe ich ich also Gott? Wer in dieser fundamentalen Gewissheit lebt, hat es nicht mehr nötig,  sich  hinter kindischen autoritären Verhaltensweisen zu verstecken. Der sucht und findet niederlagelose Konfliktlösungen und trägt damit Entscheidendes zum Frieden in der  Welt bei. Diese Haltung erwarte ich von der Arbeit der TS und von den Hauptamtlichen, die die Ehrenamtlichen zu ihrem  Dienst anleiten und begleiten, dass sie sie in diesem Glauben bestärken und fördern.

Ein/e Anrufer/in bei der TS sollte etwas von der Liebe Gottes und seinem Angenommensein bei den Menschen spüren dürfen, die sich bereit erklärt haben für die Seelen zu sorgen. Dies geht meiner Ansicht nur mit der demütigen Haltung, Einstellung und Überzeugung, dass Jesus Christus gerade ganz persönlich am Apparat ist.

Diese Einstellung wünsche ich allen Mitarbeitern in der Telefonseelsorge. Das Private ist das Politische.

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Wenn Du das Land in Ordnung bringen willst, musst  Du die Provinzen in Ordnung bringen.
Wenn Du die Provinzen in Ordnung bringen willst, musst  Du die Städte in Ordnung bringen.
Wenn Du die Städte in Ordnung bringen willst, musst Du die Familien in Ordnung bringen.
Wenn Du Deine eigene Familie in Ordnung bringen willst, musst Du Dich in Ordnung bringen. (Östliche Weisheit)
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Lach, wein, schrei und denk doch, Gott liebt dich vollständig und anders!

Gräfin

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Eingeordnet unter Biografisches, Christen, Deutschland, Glaube, Kommunikation, Menschliches

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