„Häschen in der Grube

Saß und schlief.

Armes Häschen bist Du krank, dass Du nicht mehr hüpfen kannst?

Has hüpf, Has hüpf such Dir einen andern aus!“ Dies träumte vor kurzem meine Spielkameradin. Sie hätte als Häschen in der Mitte gehockt und ihre ganzen Verwandten um sie herum im Kreis gestanden und dies bekannte Kinderlied gesungen. Sie wäre aber nicht aufgesprungen und weitergehüpft. Sie hätte auch gedacht, ich will doch keinen anderen.

Sie sitzt seit Jahren mit MS im Rollstuhl. Wir konnten zusammen klar bekommen, dass die negativen Erfahrungen mit ihrer Mutter und deren ambivalenten Haltung zu ihr, sowie der Neid und die Missgunst von einer Tante von ihr, sie bislang regelmäßig gelähmt haben. Sie hatte nicht gelernt sich zu wehren und wenn wir als Kinder mal gestritten hatten, klopfte ihre Mutter regelmäßig ans Fenster und sie musste nach oben kommen.

Sie braucht keinen Anderen. Sie braucht nur den Mut, sich heute gegen Ungerechtigkeiten zu wehren.  Es macht Freude, sie dabei begleiten zu dürfen. Sie ist ein so liebenswerter und tapferer Mensch. Als KInd habe ich sie um ihre Heiterkeit und ihren Mut be(neidet)-wundert ist das bessere Wort. Daran erinnere ich sie so oft ich kann immer wieder.

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Eingeordnet unter Emanzipation, Glaube, Kinder

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