„Sinnlose Tat“ sorgt für erhebliche Unruhe

Kann es eine sinnlose Tat geben? Es ist einfach nicht zufassen was wir für einen Blödsinn und die Sinne verwirrenden Quatsch zu lesen bekommen!

Im Klever Wochenblatt fand ich folgende Nachricht.

„Jesusfigur geköpft: Täter ist erst 16 Jahre

Der Fall der sinnlosen Beschädigung des Wegekreuzes in Nütterden (Am Renneken) – bis dahin unbekannte Täter hatten an einer Jesusfigur den Kopf abgeschlagen – ist aufgeklärt.  Der Kranenburger Polizeibezirksbeamte hatte nach Bekanntwerden der Tat umfangreiche Ermittlungen im Bereich der Schulen, der Sportvereine und der Jugendeinrichtungen durchgeführt. Dabei erhärteten sich Hinweise auf einen 16-jährigen Jugendlichen als mutmaßlichen Täter. Noch am Freitag Nachmittag suchte der Polizeibeamte den Jugendlichen zu Hause auf. Im Beisein der Mutter räumte er dann auch ein, mit Steinen auf die Jesusfigur geworfen zu haben. Dabei hatte er den Kopf der Figur getroffen, so dass dieser dann abgebrochen war. Er hatte daraufhin den Kopf der Figur in dem nahegelegenen Bachlauf des Renneken versenkt. Gemeinsam mit dem Jugendlichen suchte der Polizist dann die Örtlichkeit an dem Bachlauf auf, um möglicherweise. den abgebrochenen Kopf zu bergen. Es stellte sich dann jedoch heraus, dass der Kopf bereits von einer Frau aufgefunden und dem Nütterdener Pastor übergeben worden war. Die völlig sinnlose Tat hatte bei der Dorfbevölkerung für erhebliche Unruhe gesorgt.“

Aha, hat man in diesem Ort schon einmal von dem Gebot gehört, „Du sollst Dir kein Bild machen.“ oder gilt dieses Gebot nur für Muslime und das Volk Israel?

Was ist passiert? Hier hat ein 16jähriger Lümmel, dem möglichweise die Zeit zu lang geworden ist, mit Steinen Zielübubungen auf ein Bildnis vollzogen. So weit so schlecht. Das ist Sachbeschädigung. Nicht mehr und nicht weniger. Dafür soll er die Kosten der Reperatur dieser Figur übernehmen. Fertig ist der Lack.

Was mich aber aufregt und wirklich in Rage bringt. Ist die in meinen Augen völlig überzogene Berichterstattung und der Aufwand der Polizei, unser aller Bediensteter, die so rastlos nach dem Täter gesucht haben. Frage wird dies auch gemacht wenn z.B. Scheiben eingeschlagen werden hinter den Menschen leben, die sich dann bedroht und ungeschützt vor kommen? Ich habe es schon anders erlebt und in den letzten Jahren immer häufiger zu spüren bekommen, dass toten und ersetzbaren Dingen mehr Wert beigemessen wird, als dem einem Menschen. Der aus was weiß ich für welchen Gründen seinen Zorn an Material auslässt.

Ein Wegkreuz  ist ein religiöses Symbol. Gerade ein Kruzifix sollte uns daran gemahnen, dass es Schlimmer ist einen Menschen auf eine Tat festzunageln, anstatt nach den Gründen für diese Tat zu forschen.

Zum Glück kann uns ja die Lebens- und Leidensgeschichte dieses Mannes am Kreuz berichten. Wie viele Menschen an seiner Ermordung beteiligt waren. Es waren alle, die ihn nicht verstanden haben. Es waren alle die Steine aufgehoben haben, wenn er sein gesundes Selbstbewusstsein gezeigt, dass er mit dem Vater eins ist.

Dieser 16jährige Junge zeigt uns ein prophetisches Bild unserer Welt. Der leidende Mensch ist angenagelt an  und in dieser Zeit.  Ihn fesseln tausend Dinge an die materielle Welt.  Im Gespräch mit vielen Menschen ist das festzustellen. Dabei fällt mir immer wieder auf, dass den meisten Menschen das Gefühl für ihre natürliche Würde verloren gegangen ist. Wer wie wir in unserer  Gesellschaft merken, die Finanzmärkte krachen zusammen und von unserer Regierung wird eine pseudo Sicherheit hergestellt in dem  unsere Gelder in insolvente Banken gesteckt werden. Als Berater werden auch noch die Leute hinzugezogen, die diese Insolvenz zu verantworten haben. Kann es noch Kopfloser gehen?

Oder ein Bekannter geht zum Arzt seines Vertrauens, wegen Beschwerden im Nacken. Er untersucht ihn gar nicht erst lässt sich 50 € für ein Privatrezept geben, für homöopathische Mittel, und berichtet dem Hausarzt, der Patient sei wohl depressiv. Das ganze war ein Orthopäde.  Ganz abgesehen von den Übergriffen, die sonst noch so im Gesundheitssystem entstehen.  Ein Solidaritätsgemeinschaft  verschiebt die Auszahlung von Geldern an die andere und Ärzte werden aufgefordert arbeitslose Patienten, die angeblich 15 Std in der Woche arbeiten können eine weitere Krankmeldung zu verweigern.

Desweiteren unsere Justiz die vor lauter §§ und Verordnungen auch schon längst den Kopf dafür verloren haben, dass das Gesetz dem Menschen zu dienen hat und nicht der Mensch dem Gesetz.

Ganz zu schweigen davon, wie unsere Geistlichen und Seelsorger mit der Menschlichkeit unseres Gottes umgehen. Da finden regelrechte Machtkämpfe werden der Konzelebration zwischen Probst Michelbrink und dem Pfarrer Scholz.  Giftige Blicke vom Altarraum von Pfarrer Stefan Keller an Heilig Abend auf mich.  Von Pfarrer Weskamp magische Manipulation und damit der massive Versuch mich in eine Abhängigkeit zu manövrieren, als ich nicht mehr wusste, warum ich noch in der Kirche bleibe.  In der Jugendmesse von Pfarrer Christoph Grosch eine zugelassene Beschimpfung der Gemeinde mit dem Thema: „Mein Gott ist nicht grausam, tut mir leid für Deinen.“ Das ist Häresie schlecht hin.  Als gäbe es einen Gott. der sich in Mein und Dein aufteilen ließe.


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12 Kommentare

Eingeordnet unter Christen, Deutschland, Fundamentalismus, Glaube, Kirche, Kleve, Kommunikation, Konfession, Mobbing, Soziales

12 Antworten zu “„Sinnlose Tat“ sorgt für erhebliche Unruhe

  1. Josef Sefton

    Da hast du total Recht, liebe Rotegräfin, denn ersetzbare Dingen werden falscherweise oft mehr Wert beigemessen als sogar bei einem lebendigen Mensch. Ja, da hast du wieder Recht, liebe Sucherin nach Wahrheit, tausend Dinge können den Menschen an die materielle Welt leicht fesseln und das entflammt die erhebliche Unruhe die wir schon in Gotteswelt heutzutage sehen.

    Liebe Rotegräfin, sei reichlich von Gott gesegnet.
    Möge Er dir im kommenden Monaten mit vermehrter Weisheit und Liebe segen.

    Danke für diesen Beitrag und den Segenswunsch

  2. Müller

    Liebe Rotegräfin,

    ich kenn die Beweggründe des 16 jährigen jungen Mannes zu seiner „Tat“ nicht, Langeweile?, Verdruß?, Gedankenlosigkeit?, dummer Jungenstreich? Ein fast erwachsener Mensch sollte doch erkennen können, das ein Wegekreuz keine Zielscheibe ist. Er sollte m.E. als „Strafe“ Sozialstunden leisten.

    Aber ist es nicht richtig gewesen, alle Möglichkeiten zur Aufklärung dieser „Tat“ zu nutzen?

    Ich verstehe Ihre Zeilen nicht so, dass Sie solch eine „Tat“ dulden. Zur Berichterstattung, gerade im Klever Wochenblatt erspare ich mir jeden Kommentar. Dieses Druckwerk kommt in seiner Berichterstattung einer täglich erscheinenden „Zeitung“ mit vielen BILDern nah.

    Ja Sie haben richtig verstanden. Es ist eine massive Kritik an unserem Umgang mit den Worten. Worte haben die Möglichkeit aufzubauen oder ab zu bewerten. So haben Sie diesbezüglich ja auch schon eine Menge dazu gelernt.

  3. Müller

    Umgang formt, liebe Rotegräfin. Ihr positiver Einfluss!

    lol Brauchen Sie noch einen Lappen?

  4. cap

    Eine kleine Korrektur. Das Gebot “Du sollst Dir kein Bild machen” gilt nur für Gott selbst. Deswegen wirst du auch nie in Kirchen ein Bildnis Gottes finden. Jesus war nur der Erlöser, der Sohn Gottes, nicht Gott selbst. Deswegen darf man ihn auch darstellen.

    Irrtum: Es gilt für das Leben schlichtweg. Es fordert uns nämlich regelmäßig neue Entscheidungen ab, sonst erstarren wir in unseren Denkstrukturen.

  5. Du meine Güte
    Mich fröstelt

    Schrecklich, zu was die Jugend von Heute allem fähig ist.

    Hätte er dem Dorfdeppen den Hut abgeschossen, wäre das höchstens dem Stammtisch ein Gelächter wert gewesen…

    Nicht, dass wir uns falsch verstehen – anderer Leute Sachen kaputt machen, ist nicht gut – absolut gar nicht gut.

    Genau so ähnlich sehe ich das auch. Wir müssen dem Menschen seine Würde wiedergeben und alles andere folgt daraus.

    Er hat es zugegeben – gut
    Er hilft bei der Reparatur – besser
    Er wird zeitungsmäßig an den Pranger gestellt – nicht gut.

    Denn junge Leute machen nun mal Blödsinn – haben sie in aller Gedankenlosigkeit schon immer gemacht, und überhaupt – jede Generation hat die Jugend, die sie verdient.

    Aber es ist sicher einfacher, einen Sechzehnjährigen an den Pranger zu stellen, als den Mann/die Frau, der/die einem wertlose Aktienpakete angedreht hat.
    Von den Geldinstituten wird nun mal die Werbeing bezahlt …

  6. Müller

    „Hätte er dem Dorfdeppen den Hut abgeschossen, wäre das höchstens dem Stammtisch ein Gelächter wert gewesen…“ (Zitat aus Beitrag: Sabine)

    Wie ist denn dieser Satz zu verstehen, auch einem Dorfdeppen sollte kein Leid zugefügt werden.

    Schon vergessen, wie auf wie noch vor ein paar Wochen auf diesem Blog http://www.kleveblog.de/ nur gehetzt und gemobbt wurde? Immer schön an die eigene Nase fassen Herr Müller. Dann wir aus dem größten Stinkstiefel auch noch ein ganz brauchbarer Mensch.

  7. andrejo

    Auch als Nicht-Christ kann ich nicht gutheißen, wenn jemand Symbole des Glaubens zerstört. Aber ich denke auch, der junge Mann wusste vermutlich nicht, was er tat, als er Steine warf (wie war das noch? Wer ohne Fehl ist der werfe den ersten Stein? Irgendwie sowas hab ich noch im Kopf). Sozialstunden für den Täter, ok. Aber das soll es dann auch gewesen sein. Für meinen Geschmack wird hier ein Mensch (der 16jährige) von der Zeitung neben den Gekreuzigten genagelt. Und sicher geht die Berichterstattung da konform mit dem Umgang der Kirche in Deiner Gegend mit den Menschen, wenn ich mir so durchlese, was da so abläuft.
    Die Kirche, egal welche, konnte noch nie mit Kritik umgehen, gleich in welcher Form. Wir sollten froh sein, dass wenigstens die Scheiterhaufen der Inquisition mittlerweile erloschen sind, sonst hätte man den Knaben wohl dem Feuer überantwortet.
    Und Dir stünde sicher ein Prozess wegen Hexerei bevor, wenn sich die „heiligen“ Männer so über Dich ereifern.
    Gestatte mir die Bemerkung, dass ich Dich und Dein Blog mehr denn je schätze, je öfter ich hier herumlese und ich wünsche Dir darum den inneren Frieden, nach dem Du Dich sehnst.

    Liebe Grüße von andrejo

  8. Müller

    Na, ich glaube, dass ein 16-jähriger Heranwachsender wissen muss und M.E. auch wird, was er tut.

    Aber trotz allem sollte man die Sache nicht uberbewerten und dem jungen Mann Steine für die Zukunft in den Weg legen.

    Ich glaube weiter, dass er im Dorf schon genug „Bestraft“ wird. Da wird er wohl für eine sehr lange Zeit keinen Fuß mehr auf die Erde bringen können.

    Eben und gegen diese Hetze habe ich etwas. Kein Fuß mehr auf die Erde bekommen lassen ist gemein und Mobbing.PUNKT

  9. @Müller: eben deswegen.
    Über was können sich manche Menschen mehr erregen?

    Wenn jemand ein Leid geschieht?
    Oder
    Wenn einem religiösen Symbol Schaden zugefügt wird?

    Dass niemand ein Leid zugefügt werden darf – das ist für mich selbstverständlich

  10. andrejo

    Mann/Frau muss doch auch mal verzeihen können, oder?
    @Müller, Du warst doch auch mal jung, oder bist Du als Heiliger auf dieser Erde gewandelt, von Kindesbeinen an?
    Ich bin zwar schon ein alter Sack, aber ich kann mich noch gut an meine Kindheit und Jugend erinnern. Habe viel Mist gebaut, genau wie der Junge, viel zu viel, wenn ich´s im Nachhinein betrachte. Gedanken über die Folgen? Hab ich mir nie gemacht. Genauso wenig wie jener vermutlich. Es ist die Freiheit der Jugend, dass sie Fehler macht, daraus zu lernen und daran zu wachsen.
    Was bin ich froh, dass ich wegen meiner Missetaten nicht gesteinigt wurde!

    Greetingz von andrejo

  11. Müller

    100% Zustimmung!

    Als Heiliger bin ich nun wirklich nicht auf die Welt gekommen.

    Ich habe genau wie Sie, lieber Andrejo in meiner Kindheit bzw. Jugend viel „Scheiß“ veranstaltet.

    Die Haftpflicht meiner Eltern musste eintreten, meine Eltern (vor allen Dingen mein Vater) sprach ernste Worte, die z.T. durch „schlagende Argumente“ (keine Prügel) verstärkt wurden, mit mir. Damit war die Sache dann erledigt.

    Heute wird sofort die Presse eingeschaltet, der „Übeltäter“ wird fast als Krimineller dargestellt. Auch bei solchen, nicht zu duldenden Strafen sollte man das rechte Augenmaß behalten.

    Da bin aber doch neugierig, wie denn „schlagende Argumente“ tatsächlich waren, dass ich jetzt immer noch den Eindruck bekomme, dass Sie ganz schön verschlagen sind?

  12. Müller

    Was können Sie mit Worten spielen!

    Das Leben ist schließlich ein Spiel und wer es recht zu spielen weiß gelangt ans große Ziel.

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