1. Versuch eine Antwort zu erstellen wo einfach Sprachlosigkeit herrscht.

Liebe C, 31.05.06
verschiedentlich bekomme ich Reaktionen auf Deine Mail Lawinen an Klöster und Verwandte. Du gibst Dir viel Mühe, Dich von den Dämonen der Vergangenheit zu befreien. Dass ich die Methode nicht für angemessen halte, kannst Du Dir denken.

Was mich dazu veranlasst hat den Kontakt zu Dir aufzugeben, war nicht Deine Verliebtheit, sondern Dein ständiges Herumrühren in meiner Psyche. Das habe ich als respekt- und distanzlos erfahren und wollte und will mich dem nicht weiter aussetzen.
Ob Du meinen Wunsch nach Distanz respektierst oder wie Du sonst damit umgehst, ist eine Sache Deiner Selbstachtung. Ohne weitere Bitten und Ratschläge.
G

24.03.2014
Jetzt fand ich vor ein paar Wochen diesen Brief beim Aufräumen. Acht Jahre ist er alt und er hat bestimmt mit dazu beigetragen, dass ich in der Zwischenzeit mit Burnout mehr als zwei Jahre im Bett lag und lediglich meine Wut im Internet loswerden konnte. Sosehr musste ich mich davon überzeugen, dass weder meine Wut noch meine Liebe irgend einen Menschen töten könnte.

Das hat jetzt voll rein gehauen. Eine bessere Idee als Liebestöter konntest Du wirklich nicht aussuchen. Damit hast Du wirklich meiner Prophezeiung vor ein paar Jahren Recht gegeben, dass wenn Du Dir Geschichte von dem kleinen G. nicht anhören würdest, ich dann weiß, dass Du den besten Teil in Dir und Deinem Nächsten unterdrücken würdest.
Zu meinem Glück hast Du sie Dir angehört und damals warst Du mir sogar dankbar für meine Hilfe.

Für mich sind das Gedanken und Ideen, denen schon unsere Eltern und Großeltern Folge geleistet haben und die das 3. Reich ermöglicht haben. Ich hoffe jetzt, dass ich diese jetzt unschädlich gemacht habe indem ich weder dem Rat sie zu verbrennen noch sie einfach als oberflächlich und damit unwichtig abtue.

Ich finde es hoch interessant, wie sehr sich zwei gegensätzliche Prinzipien und zwar die Liebe zum Leben und die Liebe zum Tod zwischen uns immer wieder getroffen und gekreuzt haben und wo es einen gegenseitigen Austausch von Projektion und Gegenprojektion gab. Meine Kinderfrage: „Warum der liebe Heiland, wenn er so lieb war gekreuzigt wurde?“ ist damit voll und ganz von der Äbtissin des Klosters in das ich eintreten wollte und jetzt von Dir voll und ganz beantwortet worden.

Ganz einfach, sie wollen keine Liebe und so bleibt der Teufelskreis der ewigen Abwertung bestehen!

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Eingeordnet unter Biografisches, Christen, Emanzipation, Glaube, Kirche, Kommunikation, Männer, Mobbing, Trauer, Uncategorized, Verantwortung

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