Archiv der Kategorie: Kirche

Peinlich, peinlich!?

„Mensch, Jo, ich hab mich richtig gefreut, als ich eben deine Pläte (Glatze) von hinten gesehen habe. “

So begrüßte ich strahlend bei einer Tagung einen Priester. Au weia, da hatte ich aber was gesagt?

„Ich hab dich immer für eine vornehme Person gehalten.“ lautete seine Antwort. Meine Freude ihn zu sehen und wieder zu treffen, bekam schwupps eine kalte Dusche und ich war völlig verdattert. Eine Glatze war in meiner Familie das selbst verständlichste von der Welt. Fast alle Männer über  30 Jahren hatten eine und das war auch schon einmal Thema. Jetzt war ich zum ersten Mal damit konfrontiert, dass ein Mann damit wohl ganz offensichtlich in seiner Eitelkeit gekränkt war.

Wie sagte der kleine Prinz: “ Die großen Leute sind ganz entschieden merkwürdig.“

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Die Benediktsregel mit eigenen Kommentaren versehen

 

Habe ich hier schon einmal veröffentlicht.

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1. Versuch eine Antwort zu erstellen wo einfach Sprachlosigkeit herrscht.

Liebe C, 31.05.06
verschiedentlich bekomme ich Reaktionen auf Deine Mail Lawinen an Klöster und Verwandte. Du gibst Dir viel Mühe, Dich von den Dämonen der Vergangenheit zu befreien. Dass ich die Methode nicht für angemessen halte, kannst Du Dir denken.

Was mich dazu veranlasst hat den Kontakt zu Dir aufzugeben, war nicht Deine Verliebtheit, sondern Dein ständiges Herumrühren in meiner Psyche. Das habe ich als respekt- und distanzlos erfahren und wollte und will mich dem nicht weiter aussetzen.
Ob Du meinen Wunsch nach Distanz respektierst oder wie Du sonst damit umgehst, ist eine Sache Deiner Selbstachtung. Ohne weitere Bitten und Ratschläge.
G

24.03.2014
Jetzt fand ich vor ein paar Wochen diesen Brief beim Aufräumen. Weiterlesen

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Das Reich Gottes

Das Reich Gottes ist da und da gilt der Grundsatz, wie innen so auch außen.
Es wird uns kein anderes Zeichen gegeben werden, als das Zeichen des Jona und der hat sich erst einmal freiwillig ins Meer werfen lassen und wurde dann von einem großen Fisch verschluckt. Bis er bereit war seine Predigt in Ninive zu verkünden.
Dann wurde der Kerl auch noch knatschig, dass sich seine Predigt nicht bewahrheitet hat.
Aber aus der Tiefe des Meeres (Mein Unterbewußtes oder besser Vorbewußtes) habe ich regelmäßig die Wahl Gutes oder Schlechtes hervor zu kramen. Hier hat mein Geist auch die Möglichkeit der Wahl
Also etwas, was das Leben fördert oder es vernichtet. Da bleibt das Leben eben spannend.
Bei Gott und seinen Ebenbildern ist eben kein Ding unmöglich.

Siehe auch hier: http://letztersein.wordpress.com/2014/06/15/die-vorbildwirkung-hat-ausgeschissen

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Die Liebe zum Übernächsten

„Ich wollte Dir immer schon einmal sagen: Um Gotteswillen verlieb Dich nicht in mich!“ schrieb mir vor undenklichen Zeiten ein Mönch, dem ich meine Verliebtheit gestanden hatte.

Ich verteidigte mich und schrieb zurück: „Ich habe mich um Gottes Willen in Dich  verliebt!“ und damit begann eine unendliche Geschichte, die mich in die tiefsten Abgründe meiner Seele geführt hat. Ganz ähnlich wie die von Michael Ende erzählte Geschichte.

Ich hatte den Gott der Liebe entdeckt aber auch dem Gott, schon am 4.4.1968, – als mir der dritte von  meinen insgesamt vier toten jüngeren  Brüdern schreiend tot vor die Füße fiel,- die Kündigung erteilt, der einen straft, wenn er einen liebt. Ich war unheimlich sauer darüber, dass mir einfach so mir nichts  dir nichts die Verantwortung für diesen Jungen entrissen wurde, zumal der andere gerade gute zehn Monate vorher ganz plötzlich an Leukämie gestorben war. Dieser Bruder war mir, als ich zwölf war, von meiner Ma und meiner Schwester aufgeschwätzt  worden, obwohl ich damals noch viel lieber gespielt hätte. Ich wusste damals schon wenn ich das einmal mache, dann muss ich das immer machen. So wurde ich in eine Helferrolle gebracht von der ich mich jetzt erst als Rentnerin befreien kann.

Gerade lese ich noch einmal das Buch „Liebe als Leid“ von Susan Forward „Warum Männer ihre Frauen hassen und Frauen gerade die Männer lieben“

Gleichzeitig auch zum wiederholten Male Paulo Freire „pädagogik der unterdrückten“ und von Pinchas Lapide „Er wandelte nicht auf dem Meer“ Ein jüdischer Theologe liest die Evangelien und langsam klärt sich das schmerzliche Wirrwarr und der Spruch bewahrheitet sich

„Liebe die nicht erwidert wird,

fließt zurück in das eigene Herz

und sänftigt und reinigt dieses“

10 Kommentare

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Religion

Hier noch einmal mein Beitrag bei video51

Schade mir hat eine Definition von dem Wort Religion gefehlt.
Ich habe noch gelernt, dass es „Bindung an“ bedeutet.
Dann ist zu fragen, woran ich eigentlich gebunden bin.
„Ich soll Vater und Mutter ehren damit es mir wohl ergehe  und ich lange lebe auf Erden“
4. Gebot  für alle drei monotheistischen Religionen gleich.
Dann die unerträglich radikale Forderung aus dem Evangelium: „Wer Vater, Mutter, Kinder etc. mehr liebt als mich, ist meiner nicht Wert!“
Mit diesem Konflikt der sich da auftut habe ich mich mehr als fünfzig Jahre herum geschlagen und mich dann immer für die Liebe zum Nächsten entschieden.
Sich selbst zu lieben und in mir den Geringsten zu sehen, bin ich erst in den letzten zehn Jahren auf den Trichter gekommen.
Mutig und tapfer fand ich die junge Muslima, die immer wieder Brücken zum Glauben hin baute.
Mein Glaubensbekenntnis lautet heute so:
„Sie brauchen nicht an Gott zu glauben. Ich tue es für sie mit. Sie können nur keinen einzigen Atemzug tun ohne Gott!“
Katholisch, was ja allgemein umfassend bedeutet, kann nur jemand sein, der am jüngsten Tag lebt und den Nächsten wie sich selbst liebt.

Meistens hapert es an der Selbstliebe und es kommt immer darauf an an was ich glaube an Gewalt oder eben an Gewaltfreie Lösungen. Letzteres erfordert den Mut zum lange treten auf der Stelle.

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Meine Lieblingsnonne

Als ich sie kennenlernte, war ich ziemlich schlecht gelaunt nach einer Nacht schwerer Träume und noch ganz verschlafen und nur auf meine gewohnte und vertraute Gartenarbeit eingestellt. Da kam sie mir mit ihrer lebhaften Art dazwischen und beorderte mich und einen anderen Gast zum Korn abladen. Eine ungewohnte und schwere Arbeit für mich. Hinterher fragte sie ganz besorgt ob es nicht zu viel für uns gewesen sei und ob wir jetzt nicht Pause machen wollten. Ich nannte sie heimlich in Gedanken „ein aufgeregtes Huhn“.  Als ich dann hörte, dass sie Priorin sei, war ich ganz erschrocken, wie respektlos ich sie in Gedanken behandelt hatte. Eine kleine frühe Lektion mit meinen Gedanken vorsichtig umzugehen, wollte ich doch in jedem Menschen Jesus Christus sehen, wie mir vom jüngsten Gericht bekannt war.

Sie wurde in ihrem Kloster als ich dort eintreten wollte „der fliegende Holländer“ genannt.

Sie hatte es immer eilig und hatte das Herz auf dem rechten Fleck. Ein wahres Wunder, wenn ich bedenke, welche Schwierigkeiten sie in den ersten Jahren des Klosterlebens zu bewältigen hatte. Sie sagte mir mal, sie sei gut dadurch gekommen, weil sie viel geweint habe.

Abtei Maria Frieden

Hier wollte ich mal mein Leben verbringen.

Es wurde nicht zugelassen, weil mein Kontakt zu Gott nicht stimmt, wenn ich wütend werde.  Ich nicht reif genug war, an mir arbeiten müsse und nicht erwachsen war.

Seit dem glaube ich ganz einfach nicht mehr, dass alles Gottes Wille ist sondern eben sehr viel dem menschlichen Willen entspringt.

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