Schlagwort-Archive: Abschied

Tod -Trauer – Trost

Ich hockte nach der Messe in der Kirche und war dankbar und froh, dass sich gerade der seelische Sturm, der die ganze Nacht gedauert ,  in mir gelegt hatte, den ich mal  gerade wieder nicht verstand und doch so gerne verstehen wollte. Denn die Äbtissin war zwei Tage zuvor zu einer Konferenz abgefahren und dies hatte mehr die Schwestern, als mich, in Aufregung und leichte Unruhe versetzt und das Attentat auf den Papst war am Abend vorher, von allen erschrocken zur Kenntnis genommen  und ins Gebet eingeschlossen  worden.  Als ich die Kirche verließ, kam mir die Priorin, wie wie oft, aufgeregt entgegen. Weiterlesen

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1. Versuch eine Antwort zu erstellen wo einfach Sprachlosigkeit herrscht.

Liebe C, 31.05.06
verschiedentlich bekomme ich Reaktionen auf Deine Mail Lawinen an Klöster und Verwandte. Du gibst Dir viel Mühe, Dich von den Dämonen der Vergangenheit zu befreien. Dass ich die Methode nicht für angemessen halte, kannst Du Dir denken.

Was mich dazu veranlasst hat den Kontakt zu Dir aufzugeben, war nicht Deine Verliebtheit, sondern Dein ständiges Herumrühren in meiner Psyche. Das habe ich als respekt- und distanzlos erfahren und wollte und will mich dem nicht weiter aussetzen.
Ob Du meinen Wunsch nach Distanz respektierst oder wie Du sonst damit umgehst, ist eine Sache Deiner Selbstachtung. Ohne weitere Bitten und Ratschläge.
G

24.03.2014
Jetzt fand ich vor ein paar Wochen diesen Brief beim Aufräumen. Weiterlesen

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Bei Theomix gelesen

„Tränen nachweinen?“

Ich bin froh endlich wird einmal das Schweigen gebrochen.

Der Krieg und seine Folgen sind die Erbschuld meiner Generation, kurz nach dem Krieg geboren.

Ich habe mich als vier- bis fünfjährige schon gefragt: „Wieso, wenn der liebe Heiland, wenn er so lieb war eigentlich ans Kreuz geschlagen wurde?“

Ich habe mich dann selber beruhigt, dass es jetzt ja alle wissen müssten, das Gott Mensch geworden ist! und keiner einen anderen töten darf, denn dann wird ja Gott getötet.

Später dann: „Warum meine guten katholischen Verwandten alle so brav in den Krieg gezogen sind?“

Die Einsicht und die Unterscheidung in die eigene Schuld und in die Schuld von anderen fällt auch heute noch sehr schwer. Besser ist immer noch das Wort Verantwortung als Schuld.

Kindern habe ich öfter mal gesagt: „Du darfst Deinen Vater immer noch lieben, auch wenn er ganz etwas Schlimmes getan hat.“

Zum Glück wird das Weib und seine Nachkommenschaft der Schlange (der Macht) den Kopf zertreten.

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Die Liebe zum Übernächsten

„Ich wollte Dir immer schon einmal sagen: Um Gotteswillen verlieb Dich nicht in mich!“ schrieb mir vor undenklichen Zeiten ein Mönch, dem ich meine Verliebtheit gestanden hatte.

Ich verteidigte mich und schrieb zurück: „Ich habe mich um Gottes Willen in Dich  verliebt!“ und damit begann eine unendliche Geschichte, die mich in die tiefsten Abgründe meiner Seele geführt hat. Ganz ähnlich wie die von Michael Ende erzählte Geschichte.

Ich hatte den Gott der Liebe entdeckt aber auch dem Gott, schon am 4.4.1968, – als mir der dritte von  meinen insgesamt vier toten jüngeren  Brüdern schreiend tot vor die Füße fiel,- die Kündigung erteilt, der einen straft, wenn er einen liebt. Ich war unheimlich sauer darüber, dass mir einfach so mir nichts  dir nichts die Verantwortung für diesen Jungen entrissen wurde, zumal der andere gerade gute zehn Monate vorher ganz plötzlich an Leukämie gestorben war. Dieser Bruder war mir, als ich zwölf war, von meiner Ma und meiner Schwester aufgeschwätzt  worden, obwohl ich damals noch viel lieber gespielt hätte. Ich wusste damals schon wenn ich das einmal mache, dann muss ich das immer machen. So wurde ich in eine Helferrolle gebracht von der ich mich jetzt erst als Rentnerin befreien kann.

Gerade lese ich noch einmal das Buch „Liebe als Leid“ von Susan Forward „Warum Männer ihre Frauen hassen und Frauen gerade die Männer lieben“

Gleichzeitig auch zum wiederholten Male Paulo Freire „pädagogik der unterdrückten“ und von Pinchas Lapide „Er wandelte nicht auf dem Meer“ Ein jüdischer Theologe liest die Evangelien und langsam klärt sich das schmerzliche Wirrwarr und der Spruch bewahrheitet sich

„Liebe die nicht erwidert wird,

fließt zurück in das eigene Herz

und sänftigt und reinigt dieses“

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„Der Lauscher an der Wand….

  hört seine eigene Schand!“

sagte Opapa zu mir, als ich Omama etwas vorwitzig am Abend beim üblichen Gute- Nacht- sagen strahlend berichtete, dass ich gehört habe, dass sie Ma gefragt hat, dass ich mir Knetgummi zum Namenstag wünschte.

„Wieso dachte ich, das war doch keine Schande, das war doch etwas Gutes, was ich da gehört habe?“ Ich war erstaunt, verwirrt und verwundert wie später noch so oft in meinem Leben. „Die großen Leute sind ganz entschieden verwunderlich.“ sagte der kleine Prinz als er von Stern zu Stern flog.

Genauso erstaunt und verwundert bin ich, jetzt bei dem großen Palaver welches über die Abhörgeschichte aus den USA entstanden ist. Was wollen die denn alles abhören? und vor allen Dingen wer will denn den ganzen Wust auswerten? und nach welchen Kriterien benutzen? Ich habe das ganze nur als eine unheimliche Hysterie angesehen und mir ging folgender Spruch nicht aus dem Kopf:

„Die Strafe des Lügners ist nicht die,

dass ihm keiner mehr glaubt,

sondern, dass er keinem mehr glaubt“

G. B. Shaw

Keinem mehr zu glauben bedeutet ja auch allein und voller Angst und Misstrauen zu sein. Wer oder was hat denn an einem solchen Zustand ein Interesse?

„Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte.“

Wer oder was ist dieser unbekannte Dritte?

Seit dem ich entdeckt habe, dass ich einer Welt voller Lüge lebe, habe ich beschlossen, dass ich die Wahrheit sage, die glaubt mir sowieso keiner und die meisten Leute werden sofort wütend und schlagen verbal so mächtig zu, dass ich erst einmal platt bin.

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Ein guter Nachruf

Hier ist ein verdienter Mann gestorben und so unterschiedlich wird über ihn gedacht und geschrieben: Weiterlesen

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