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Reich und Arm

Zur Oxfam Studie http://www.wdr5.de/sendungen/tagesgespraech/neunzehnter-januar-100.jsp#comMessage

Der Kampf zwischen Arm und Reich ist doch uralt.
Mir wurde noch als Jugendliche bei Tisch gesagt: „Iß Dich was, damit Du was wirst. nix bist Du schon lange!“
Verbunden mit mit vielen anderen eingebildeten und tatsächlichen Nöten war das eine grundlegende Verunsicherung mit der ich immer noch nach 55 Jahren zu kämpfen habe.
Ich traf 1982 eine Frau die ihr Haus abgeschlossen hat und ganz bewusst auf Pilgerschaft ohne Geld gegangen ist und von dem gelebt hat, was sie auf der Straße gefunden hat. Weggeworfene Schulbrote und anderes.
Sie nahm auch kein Geld und bat eben nur um Unterkunft.
Ich hörte aber auch die Einstellung in meiner Jugend und Kindheit:“Hast Du was, bist Du was, hast Du nix bist Du nix!“
Gleichzeitig bekam ich dann auch noch eingeredet:“Wenn man etwas fühlt, dann ist man krank. Wenn man nichts fühlt ist man gesund!“
Nichts zu fühlen gilt wohl noch viele hart arbeitende Menschen, wenn Geld und Besitz im Mittelpunkt steht anstatt Mitgefühl und gute Meinungen.

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Die Liebe zum Übernächsten

„Ich wollte Dir immer schon einmal sagen: Um Gotteswillen verlieb Dich nicht in mich!“ schrieb mir vor undenklichen Zeiten ein Mönch, dem ich meine Verliebtheit gestanden hatte.

Ich verteidigte mich und schrieb zurück: „Ich habe mich um Gottes Willen in Dich  verliebt!“ und damit begann eine unendliche Geschichte, die mich in die tiefsten Abgründe meiner Seele geführt hat. Ganz ähnlich wie die von Michael Ende erzählte Geschichte.

Ich hatte den Gott der Liebe entdeckt aber auch dem Gott, schon am 4.4.1968, – als mir der dritte von  meinen insgesamt vier toten jüngeren  Brüdern schreiend tot vor die Füße fiel,- die Kündigung erteilt, der einen straft, wenn er einen liebt. Ich war unheimlich sauer darüber, dass mir einfach so mir nichts  dir nichts die Verantwortung für diesen Jungen entrissen wurde, zumal der andere gerade gute zehn Monate vorher ganz plötzlich an Leukämie gestorben war. Dieser Bruder war mir, als ich zwölf war, von meiner Ma und meiner Schwester aufgeschwätzt  worden, obwohl ich damals noch viel lieber gespielt hätte. Ich wusste damals schon wenn ich das einmal mache, dann muss ich das immer machen. So wurde ich in eine Helferrolle gebracht von der ich mich jetzt erst als Rentnerin befreien kann.

Gerade lese ich noch einmal das Buch „Liebe als Leid“ von Susan Forward „Warum Männer ihre Frauen hassen und Frauen gerade die Männer lieben“

Gleichzeitig auch zum wiederholten Male Paulo Freire „pädagogik der unterdrückten“ und von Pinchas Lapide „Er wandelte nicht auf dem Meer“ Ein jüdischer Theologe liest die Evangelien und langsam klärt sich das schmerzliche Wirrwarr und der Spruch bewahrheitet sich

„Liebe die nicht erwidert wird,

fließt zurück in das eigene Herz

und sänftigt und reinigt dieses“

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Friedensgebet in der römischen Messe

„Nur wer stark genug ist,

um sich für ein Unrecht rächen zu können,

der kann lieben und verzeihen.“

Mahatma Gandhi (*1869, +1948)

Ich finde den Prozess großartig, der da gerade mit den Missbrauchsfällen innerhalb der römischen Kirche stattfindet. Das ist der richtige Weg zu mehr Gerechtigkeit in dieser Welt.
Aus diesem Grunde möchte ich meinen Beitrag dazu geben, worin ich die Gründe sehe für diese elenden Missbräuche.
Als gut katholisch sozialisiert, wurde ich mehr zum Schutz der Täter erzogen, als zum Schutz der Opfer, Kinder hatten eben zu gehorchen. Da gab es nichts.
Nur in der Sexualität und in der Religion kann der Mensch wirklich frei sein und sich Selbst verwirklichen.

„Sexualität ist Macht und Macht ihrem Wesen nach aggressiv.

Guter Wille, Zuverlässigkeit , Treue, Moral und so weiter vermögen nichts,

wenn Sex im Spiel ist –

die Natur ist viel stärker als alle unsere humanistischen und christlichen Gebote“ (Ingrid Noll)

Noch schlimmer ist es, wenn sich ein verrückter und mörderischer Geist, seit mindestens 200 Jahren, wenn nicht schon viel länger das christliche Denken im Griff hat und Sex als die größere Sünde als Mord angesehen wird.
Da ist es dann nur logisch, dass das sogenannte Friedensgebet zu einer permanenten Verwirrung führt.
Ich habe mir seit einigen Jahren angewöhnt, alle 14 Tage die Priester anzurufen, deren Messe im Radio übertragen wird um zu fragen: „Was beten Sie eigentlich, wenn Sie  beten: >Herr Jesus Christus schaue nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben Deiner Kirche und schenke ihr nach Deinem Willen Einheit und Frieden!“ ?<
1955  wurde mir im Firmunterricht beigebracht :

„Die Liebe zwischen Gottvater und Gottsohn ist so groß,
dass daraus eine eigene Person wird.“

Als  mir klar wurde, was daran falsch ist, denn nur die Liebe zwischen Mann und Frau kann so groß sein, dass daraus eine eigene Person wird.
Sehe ich heute diesen Satz als einen  Freibrief für Inzest, Pädophilie und Homosexualität an.

Solange dieses sogenannte Friedensgebet in jeder Messe, und auch noch um die Bewahrung von Sünde und Verwirrung, gebetet wird, wird sich nicht viel ändern. Was ist das für ein Jesus Christus, der nicht hinsieht und wie kann ich jemandem eine Schuld vergeben, wenn ich nicht hinschaue? Immer vorausgesetzt, dass es um den Glaube geht, dass Gott Mensch geworden ist und Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat und zwar als Mann und als Frau.
Wir brauchen also einen einen richterlichen Beschluss, dass dieses Gebet verhindert, weil es sich darin um den Schutz des Täters handelt und um Volksverhetzung.

„Für jeden der denkt,

dass die Sünde möglich sei,

ist die Welt vor der Liebe sicher.“

( Ein Kurs in WundernKap 25, Vll,1.9)

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Jauchzen, wie sich das ein Priester so vorstellt

Zur Weihnachtspredigt von Kaplan Fink 2011:

„Und selbst, wenn es in der Kindheit auch Schweres gab, im Rückblick tritt das in den Hintergrund.“

Ab diesem Satz fühle ich mich vereinnahmt und überfremdet, ganz einfach übergangen und übersehen. Bei mir tritt es bei einer solchen Aussage sofort
in den Vordergrund und ich werde überschwemmt von Gefühlen, die ich lieber beruhigt sehen möchte, als immer wieder aufgewühlt.
Es kommen mir einfach die Tränen und ich verstehe die Welt nicht mehr und ich möchte mit dieser Welt auch nichts mehr zu tun haben.
Ist es denn so schwer zu verstehen, dass Jesus ein nichteheliches Kind armer Leute ist und die Joseph die Schwangerschaft Marias in einen schweren Konflikt in seiner Rechtgläubigkeit geführt hat?

„Die Sehnsucht des Herzens bleibt, auch wenn uns anderes widerfährt.“

Was ist das denn für eine Festschreibung? Welche und wessen Sehnsucht bleibt? Wird hier nicht allen etwas über gestülpt und verallgemeinernd ausgedrückt, was lediglich Sie so erleben?

Ich glaube ich habe auch aus dem Grunde den Besuch  der römischen Messe in den letzten Jahren vermieden, weil ich diese Verwirrung der Gefühle hasse und ablehne, die da ständig stattfindet. Es ist wie eine regelmäßige Gehirnwäsche. Da kommt mir das sogenannte Friedensgebet ganz zu pass, da kann ich eine gesunde Wut entwickeln und mal wieder beruhigt feststellen: „Herr verzeih ihnen sie wissen nicht was sie tun!“

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Ein Teil der dummen Masse

Ich musste zu einer Darmspiegelung, wie schon einige Male vorher auch.
Als ich ins Untersuchungszimmer kam wurde ich von der Schwester nach meiner Begleitperson gefragt.
„Ich habe keine“
„Ja aber ist es ihnen nicht gesagt worden, das sie eine haben müssen.“
„Nein“
„Das hat aber auf dem Aufklärungsbogen gestanden.“
„Das habe ich nicht gelesen.“
„Wollen sie ohne Betäubung untersucht werden?“
„Ich habe hier schon einmal ein Bett bekommen, um ausschlafen zu können.“

Schweigen sie verließ den Raum und kam zurück. Weiterlesen

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Die Wahrheit macht uns frei

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit der unten stehenden mail möchte ich Sie auf einen Missstand im zwischen menschlichen Umgang hinweisen. Leider bin ich diesem Umgang in K.  sehr häufig begegnet, es ist als ob jeder davon überzeugt ist, dass es ein recht fragwürdiges Recht zu geben scheint auf jemanden, der ein ehrliches  Eingeständnis seiner persönlichen Situation und seiner Schwierigkeiten  macht, noch einmal so richtig diese zu erschweren, anstatt wie es meinem natürlichen Empfinden und meiner Handlung als Sozialarbeiterin entspricht und immer entsprochen hat, die Last und die Schwierigkeit zu verkleinern und zu erleichtern. Weiterlesen

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Wie umgehen mit einer braunen Brühe die bis hierher überschwappt?

Ein Sumpf in dem ich groß geworden bin und was ich immer geahnt habe, aber nie realisieren wollte.  Ich bin ein Kind von Nazieltern!

Für so ein Kind gibt es keine Entschuldigung, kein Verzeihen und erst Recht kein Verstehen. Egal was es macht es ist falsch.

Ich habe mich deswegen bis vor 15 Jahren angestrengt nicht da zu sein. Seit dem lerne ich alles, was ich tue, für mich zu tun.  Seit dem lerne ich aus meinem Herzen keine Mördergrube mehr zu machen und gleichermaßen Unterwürfigkeit wie Überheblichkeit in gleichem Masse abzulehnen, weil beide Haltungen von der Angst beherrscht sind und die Liebe zu sich selbst wie zu dem Nächsten zu Gunsten irgendeiner bescheuerten  Einbildung geopfert werden. Weiterlesen

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