Schlagwort-Archive: Erlösung

Katholiken unter sich

Hier ist ein gut gemeinter und liebevoller Brief, an Kardinal Marx gerichtet, zu lesen. Was mich ungemein wundert denn ich habe noch einen alten Zeitungsausschnitt  aus dem Jahr 2003 aufbewahrt mit folgendem Kommentar zu einer Entscheidung des damaligen Bischofs von Trier. IMG_20150925_0001

Ich war dann auch in Folge mehr als entsetzt,  dass dieser Bischof zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt wurde. Da konnte doch nur gute Nacht jeder ökomenischen Bewegung drohen.

Ich meine dazu, wer diese besprochene Oblate, von der  ich als Kind noch geglaubt habe, dass da „der liebe Heiland“ ist zum Maßstab aller Dinge macht und die Liebe zum Nächsten damit außer Kraft setzt, der befindet sich mitten in Teufelsküche und  die soll ihm mal so recht gut eingeheizt werden.  Zum Glück schreibt Gott auf krummen Wegen gerade. Und: „Gott ist mit die Doofen!“ rief oft eine Kollegin bei geistig behinderten Kindern.

„Entweder man klammert sich an seine Gedanken oder man überprüft sie. Es gibt keine andere Möglichkeit“ ( Katie Byron)

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Die Liebe zum Übernächsten

„Ich wollte Dir immer schon einmal sagen: Um Gotteswillen verlieb Dich nicht in mich!“ schrieb mir vor undenklichen Zeiten ein Mönch, dem ich meine Verliebtheit gestanden hatte.

Ich verteidigte mich und schrieb zurück: „Ich habe mich um Gottes Willen in Dich  verliebt!“ und damit begann eine unendliche Geschichte, die mich in die tiefsten Abgründe meiner Seele geführt hat. Ganz ähnlich wie die von Michael Ende erzählte Geschichte.

Ich hatte den Gott der Liebe entdeckt aber auch dem Gott, schon am 4.4.1968, – als mir der dritte von  meinen insgesamt vier toten jüngeren  Brüdern schreiend tot vor die Füße fiel,- die Kündigung erteilt, der einen straft, wenn er einen liebt. Ich war unheimlich sauer darüber, dass mir einfach so mir nichts  dir nichts die Verantwortung für diesen Jungen entrissen wurde, zumal der andere gerade gute zehn Monate vorher ganz plötzlich an Leukämie gestorben war. Dieser Bruder war mir, als ich zwölf war, von meiner Ma und meiner Schwester aufgeschwätzt  worden, obwohl ich damals noch viel lieber gespielt hätte. Ich wusste damals schon wenn ich das einmal mache, dann muss ich das immer machen. So wurde ich in eine Helferrolle gebracht von der ich mich jetzt erst als Rentnerin befreien kann.

Gerade lese ich noch einmal das Buch „Liebe als Leid“ von Susan Forward „Warum Männer ihre Frauen hassen und Frauen gerade die Männer lieben“

Gleichzeitig auch zum wiederholten Male Paulo Freire „pädagogik der unterdrückten“ und von Pinchas Lapide „Er wandelte nicht auf dem Meer“ Ein jüdischer Theologe liest die Evangelien und langsam klärt sich das schmerzliche Wirrwarr und der Spruch bewahrheitet sich

„Liebe die nicht erwidert wird,

fließt zurück in das eigene Herz

und sänftigt und reinigt dieses“

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Religion

Hier noch einmal mein Beitrag bei video51

Schade mir hat eine Definition von dem Wort Religion gefehlt.
Ich habe noch gelernt, dass es „Bindung an“ bedeutet.
Dann ist zu fragen, woran ich eigentlich gebunden bin.
„Ich soll Vater und Mutter ehren damit es mir wohl ergehe  und ich lange lebe auf Erden“
4. Gebot  für alle drei monotheistischen Religionen gleich.
Dann die unerträglich radikale Forderung aus dem Evangelium: „Wer Vater, Mutter, Kinder etc. mehr liebt als mich, ist meiner nicht Wert!“
Mit diesem Konflikt der sich da auftut habe ich mich mehr als fünfzig Jahre herum geschlagen und mich dann immer für die Liebe zum Nächsten entschieden.
Sich selbst zu lieben und in mir den Geringsten zu sehen, bin ich erst in den letzten zehn Jahren auf den Trichter gekommen.
Mutig und tapfer fand ich die junge Muslima, die immer wieder Brücken zum Glauben hin baute.
Mein Glaubensbekenntnis lautet heute so:
„Sie brauchen nicht an Gott zu glauben. Ich tue es für sie mit. Sie können nur keinen einzigen Atemzug tun ohne Gott!“
Katholisch, was ja allgemein umfassend bedeutet, kann nur jemand sein, der am jüngsten Tag lebt und den Nächsten wie sich selbst liebt.

Meistens hapert es an der Selbstliebe und es kommt immer darauf an an was ich glaube an Gewalt oder eben an Gewaltfreie Lösungen. Letzteres erfordert den Mut zum lange treten auf der Stelle.

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Vom guten Stolz

Hier haben einige Herren sehr viel Zeit sich über mich  zu unterhalten. Für mich ein typisches Zeichen einer untergehenden Gesellschaftsschicht. Christen und Menschen guten Willens unterhalten sich miteinander und stützen sich gegenseitig in der Entwicklung. Diese Einsicht scheint sich bis jetzt noch nicht zu ihnen durch gedrungen zu sein. Da braucht es wohl noch einige Engel mehr als in der Apokalypse angegeben um das Ende der Welt und das angebrochene Reich Gottes zu verkünden.

Der folgende Kommentar gilt Theomix, von dem ich mal angenommen habe, dass er mich verstanden hat. Das war dann eine Enttäuschung mehr in meinem Leben.

Er schrieb: Bei mir ist nichts mit “plötzlich ist sie wieder da”. Sie hat Hausverbot.

Worauf  ich ja auch mittlerweile enorm stolz bin. So wurde ja schließlich Jesus Christus auch von den frommen Menschen seiner Zeit so  behandelt.
Aus diesem Grunde habe ich hier geschrieben:
„Jesus Christus ist in meinen Augen nicht deswegen ein Mann gewesen, um das männliche Priestertum zu bezeugen, sondern um den Männern zu zeigen, hier wir Männer können auch leiden und bluten, macht es also mir nach, die Frauen können das schon von Natur aus, jeden Monat spontan, die brauchen nicht noch zusätzliches Leid.“

Theomix grenzt sich halt nur gut ab vor zuviel Schmerz

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Was weiß ich?

Was weiß ich, was Du Hao runter geschluckt hast, als Du es unterlassen hast mir eine Gardinenpredigt zu halten. Ich hoffe sehr für Dich, dass Du jetzt keine, trotz Deiner Heilung, völlig unnötigen Magenbeschwerden davon getragen hast.
Aus irgendeinem bisher unerfindlichen Grunde schiebt sich regelmäßig in mein Bewusstsein ein negatives Bild von einem grantigen und unerträglich nörgelndem alten Mann. Alles was ich bis jetzt Dir gegenüber unternommen habe um dieses Bild
mit der Realität in Einklang zu bringen und den Mann zu erkennen und wahrzunehmen, der tatsächlich dankbar ist für seine Heilung und sein neu geschenktes Leben und verstanden hat,was es heißt: „Das was ihr dem Geringsten getan habt, habt ihr mir getan!“ war leider bis heute vergebens.
Ich kann Dir also nur dankbar, sein dass Du mir soviel
Ablehnung und Unverständnis entgegen bringst, denn dann bin ich mir ganz sicher, dass ich in der Nachfolge Christi lebe, denn so sind die Pharisäer und Schriftgelehrten, wie die Machthaber der damaligen Welt auch mit Christus umgegangen. Ich war nur immer bis jetzt dagegen, das all diese Leute damals wie heute in die ewige Verdammnis gehören.
Nur war ich bislang einfach ratlos, wie gehe mit einem so schwer kranken Mann um, der mich mit seiner Abwehr und Ignoranz ständig von neuem verletzt und der wie Du unfähig ist, zu sehen, dass ich lediglich Deinem berechtigten Anliegen einige Ergänzungen zufüge und es damit unterstütze.
Ansonsten empfehle ich Dir die Herz erfrischende Lektüre von
http://de.wikipedia.org/wiki/Hallo,_Mister_Gott,_hier_spricht_Anna

Ein Kommentar

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Wort für Mittwoch, 11. September 2013

Das Wort für Mittwoch, 11. September 2013

Siehe, zum Frieden diente mir bitteres Leid; du hast ja meine Seele liebevoll umfangen und sie aus der Grube des Verderbens herausgezogen; denn du hast alle meine Sünden hinter deinen Rücken geworfen!

Jesaja 38,17

Mein Kommentar dazu:

Mit dem Leid reicht es mir langsam.

Aus dem Verderben herauszukommen ist ja auch ziemlich erleichternd.

Aber was sind Sünden? Und dann muss ja ein ziemlicher Müllhaufen hinter Deinem Rücken liegen bist Du denn ein Narzisst, der seinen Schatten leugnet?

Er wird sich wieder über uns erbarmen, unsere Missetaten bezwingen. Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen!

Micha 7,19

Mein Kommentar dazu:

Erbarmen ist immer erst einmal gut. Den es kommt von Uterus Gebärmutter und da entsteht nun einmal Leben und wächst heran. Von diesem Gefühl der Geborgenheit kann erst einmal kein Mensch genug haben und bekommen.

Was ist Sünde? Ich habe noch gelernt, dass es Trennung von Gott heißt und die ist nicht möglich, da ich keinen einzigen Atemzug tun kann ohne Gott.

Es ist doch wohl natürlich und für jeden denkenden Menschen klar, dass eine weitere Verseuchung der Meere nicht mehr in Frage kommen darf.

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Mit dem Bösen leben

„Stolze haben immer unter Dämonen zu leiden.“ konnte ich vor mehr als 30 Jahren bei Starez Siluan lesen und weiter: „Halte Dich in der Hölle auf und verzweifle nicht.

http://ingod960.wordpress.com/2012/08/04/gibt-es-schutz-vor-dem-bosen-und-vor-psychopathen/

Das fällt mir nach der Lektüre ich des obigen Artikels und dem ansehen des Videos ein .

Noch immer wirkt die doppelte Botschaft meiner Ma: „Sei nicht da!“ und „Streng Dich an!“

Daraus habe ich gemacht: „Mich anzustrengen nicht da zu sein. “ Das beste Einfallstor für alles „Böse.“ Es entwickelt sich immer dann, wenn es einfach ignoriert und übersehen wird.

Meine Rettung bis heute war und ist geblieben, mich als Geringste zu sehen, und meine Mitmenschen darauf  aufmerksam zu machen, dass sie selber wie Christus mit Gott eins sind.

Meine Verzweiflung entwickelte sich immer dann, wenn keiner mir bestätigen konnte, dass sie auch in mir Gott oder Christus sehen konnten, weil diese ja dann nach dem jüngsten Gericht auf ewig verdammt seien. Eine ewige Verdammnis widerspricht meinem gesunden Menschengefühl und -verstand, das will und kann ich nicht dulden und schon gar nicht zulassen.

Die Lösung für mich habe ich schon lange gefunden immer im jeweiligen Augenblick zu leben und bei mir wie bei meinen Mitmenschen die Liebe zum Leben zu entdecken zu benennen und hervorzuheben.

Statt von Ewigkeit zu Ewigkeit lebe ich von Augenblick zu Augenblick, denn wenn es eine Ewigkeit gibt, dann beginnt sie jetzt und von diesem Augenblick aus habe ich die Wahl zurück zu blicken und mich  zu erinnern, was ich bis heute schon gelernt habe, oder ob ich noch eine Wiederholung brauche um das Gelernte zu verinnerlichen und weiteren Dämonen lies auch negativen Gedanken und/oder Projektionen den Zutritt zu meinem Inneren zu verhindern.

Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben und heute ist der der erste Tag vom Rest meines Lebens.

 

 

 

 

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