Schlagwort-Archive: Lebensmut

Meine Lieblingsnonne

Als ich sie kennenlernte, war ich ziemlich schlecht gelaunt nach einer Nacht schwerer Träume und noch ganz verschlafen und nur auf meine gewohnte und vertraute Gartenarbeit eingestellt. Da kam sie mir mit ihrer lebhaften Art dazwischen und beorderte mich und einen anderen Gast zum Korn abladen. Eine ungewohnte und schwere Arbeit für mich. Hinterher fragte sie ganz besorgt ob es nicht zu viel für uns gewesen sei und ob wir jetzt nicht Pause machen wollten. Ich nannte sie heimlich in Gedanken „ein aufgeregtes Huhn“.  Als ich dann hörte, dass sie Priorin sei, war ich ganz erschrocken, wie respektlos ich sie in Gedanken behandelt hatte. Eine kleine frühe Lektion mit meinen Gedanken vorsichtig umzugehen, wollte ich doch in jedem Menschen Jesus Christus sehen, wie mir vom jüngsten Gericht bekannt war.

Sie wurde in ihrem Kloster als ich dort eintreten wollte „der fliegende Holländer“ genannt.

Sie hatte es immer eilig und hatte das Herz auf dem rechten Fleck. Ein wahres Wunder, wenn ich bedenke, welche Schwierigkeiten sie in den ersten Jahren des Klosterlebens zu bewältigen hatte. Sie sagte mir mal, sie sei gut dadurch gekommen, weil sie viel geweint habe.

Abtei Maria Frieden

Hier wollte ich mal mein Leben verbringen.

Es wurde nicht zugelassen, weil mein Kontakt zu Gott nicht stimmt, wenn ich wütend werde.  Ich nicht reif genug war, an mir arbeiten müsse und nicht erwachsen war.

Seit dem glaube ich ganz einfach nicht mehr, dass alles Gottes Wille ist sondern eben sehr viel dem menschlichen Willen entspringt.

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Mit dem Bösen leben

„Stolze haben immer unter Dämonen zu leiden.“ konnte ich vor mehr als 30 Jahren bei Starez Siluan lesen und weiter: „Halte Dich in der Hölle auf und verzweifle nicht.

http://ingod960.wordpress.com/2012/08/04/gibt-es-schutz-vor-dem-bosen-und-vor-psychopathen/

Das fällt mir nach der Lektüre ich des obigen Artikels und dem ansehen des Videos ein .

Noch immer wirkt die doppelte Botschaft meiner Ma: „Sei nicht da!“ und „Streng Dich an!“

Daraus habe ich gemacht: „Mich anzustrengen nicht da zu sein. “ Das beste Einfallstor für alles „Böse.“ Es entwickelt sich immer dann, wenn es einfach ignoriert und übersehen wird.

Meine Rettung bis heute war und ist geblieben, mich als Geringste zu sehen, und meine Mitmenschen darauf  aufmerksam zu machen, dass sie selber wie Christus mit Gott eins sind.

Meine Verzweiflung entwickelte sich immer dann, wenn keiner mir bestätigen konnte, dass sie auch in mir Gott oder Christus sehen konnten, weil diese ja dann nach dem jüngsten Gericht auf ewig verdammt seien. Eine ewige Verdammnis widerspricht meinem gesunden Menschengefühl und -verstand, das will und kann ich nicht dulden und schon gar nicht zulassen.

Die Lösung für mich habe ich schon lange gefunden immer im jeweiligen Augenblick zu leben und bei mir wie bei meinen Mitmenschen die Liebe zum Leben zu entdecken zu benennen und hervorzuheben.

Statt von Ewigkeit zu Ewigkeit lebe ich von Augenblick zu Augenblick, denn wenn es eine Ewigkeit gibt, dann beginnt sie jetzt und von diesem Augenblick aus habe ich die Wahl zurück zu blicken und mich  zu erinnern, was ich bis heute schon gelernt habe, oder ob ich noch eine Wiederholung brauche um das Gelernte zu verinnerlichen und weiteren Dämonen lies auch negativen Gedanken und/oder Projektionen den Zutritt zu meinem Inneren zu verhindern.

Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben und heute ist der der erste Tag vom Rest meines Lebens.

 

 

 

 

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Weihnachten

Frohe Weihnachten allen meinen Lesern

Jesuskind

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Wahrnehmung

Das unglaubliche Glauben

Das unaussprechliche Sprechen

Das unannehmbare das Leben nehmen.

(Sigrid Beck)

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Gut und Böse

„Der Vater glaubte mit unbeirrbarer Zuversicht, dass die Menschen insgesamt doch stetig zum Besseren fort schritten. Er setzte mir oft im Gespräch auseinander, dass alles Übel in der Welt eigentlich gar nichts Wirkliches, sondern nur etwas weniger Gutes sei, so wie der Frost nur ein geringeres Maß von Wärme. Weiterlesen

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