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Angreifen – verletzen – beleidigt oder pikiert sein!

Für mich ist das ein und das Selbe, habe ich mit Erstaunen vorige Tage festgestellt für meine Gesprächspartnerin an diesem Morgen nicht.

Was war geschehen?

Sie rief mich an und erkundigte sich nach einer Veranstaltung zu der ich sie gerne mitgenommen hätte.

Nach dem sie die wichtigsten Informationen hatte, beendete sie das Gespräch schnell weil ihr Expresso fertig war. Ich blieb etwas verblüfft zurück und wunderte mich: „Wieso ruft sie mich kurz bevor sie Kaffee trinken will an?“ Ich hatte mir ja längst angewöhnt beides zugleich zu tun.

Kurze Zeit später rief sie wieder an und meinte das Gefühl zu haben, dass ich „pikiert“ ich verstand und habe in Erinnerung behalten „beleidigt oder gekränkt gewesen sei“. Ich verwahrte mich dagegen, dass mir Gefühle eingeredet werden, die ich gar nicht habe und sprach ihr gleichzeitig meine Anerkennung für ihre Sensibilität aus.

Und jetzt begann der ganz normale und übliche Wahnsinn, wie ich ihn schon so oft erlebt habe und bei dem ich immer wieder ratlos und verwirrt zurück bleibe. Den ich aber auch mittlerweile als einen hexen haften Prozess erkannt habe, ein durcheinander mengen von Gefühlen und Meinungen, und den ich so gerne stoppe, wenn es mir möglich ist.

Ich war ganz erstaunt über die vielen Differenzierungen die meine Gesprächspartnerin anbrachte und konnte da eine Menge lernen. Zum Angriff brachte sie ein Beispiel vom Fechten. Einer greift an und der andere verteidigt sich. Für mich ein Nullsummenspiel wo einer verlieren soll und einer gewinnen.  Nicht mein Fall. Ein ewiges Ping- Pong – Spiel bei dem jeder darauf aus ist zu gewinnen.

Pikieren bekam ich klar und konnte es gut verstehen, da ich als Kind meinem Vater dabei geholfen hatte Kohl- und Salatpflanzen zu pikieren und aus dem engen Verbund der der gekeimten Saat in einen einzelnen Erdtopf umzusetzen. Vermutlich für die Pflanze, die ja ein lebendes Wesen ist, ein schmerzlicher Vorgang. Wenn die Pflanze kräftig genug ist überlebt sie diesen Vorgang und konnte dann später aufs Feld gesetzt werden und noch später als ausgewachsener Kohl- oder Salatkopf bei der Erzeugergenossenschaft genannt Veiling versteigert werden. Was Pflanzen da geschieht ist ein gewaltiger Vorgang, der ihnen von den Menschen angtan wird, weil sie dadurch ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Meine Gesprächspartnerin war mit meinen Überlegungen und Einwänden nicht einverstanden. Sie betonte allerdings  mehrmals, dass sie Kopfschmerzen bekomme und dass eine solche Diskussion nichts bringe und verwies auf eine Bekannte, die mich sicher besser verstehen würde. Sie bestand lieber auf einer genauen und „richtigen“ Definition und beharrte darauf, meine Einwände eben „falsch“ seien.

„Na gut dann habe ich eben mal wieder den schwarzen Peter!“ gab ich nach und fühlte mich dann den ganzen Tag noch angegriffen und gerädert.  Es hat mal wieder eine alte Wunde getroffen, bei der meine Meinung und Sichtweise als falsch verurteilt wurde. Es ist ihr zum Schluss doch noch gelungen mir ein schlechtes Gefühl zu vermitteln und dauerhaft zu verstärken.

Schade für den Kontakt zwischen uns, den ich gerne weiter gepflegt hätte. Aber der Übergang von der Definition von richtig und falsch  zu dem zulassen von Gefühlen, der Beobachtung durch den Verstand um zu einer vernünftigen und gegenseitig befriedigenden Fortführung von zwischenmenschlichen Kontakten scheint eine Sisyphusarbeit zu sein.
Wie gut, dass ich beschlossen habe, dass ich unten bleiben will.

Ein Kommentar

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Ein Schlagabtausch unter Christen und die Verhärtung der Fronten

Jetzt habe ich lange gezögert dieses hier noch einmal auf meinem Blog zu veröffentlichen, da es aber typisch ist, für die Missverständnisse zwischen Christen die mir mein Leben lang schon immer begegnet sind, mache ich es noch einmal deutlich

rote Gräfin sagt:
29. 7. 2011 um 09:15 | Antworten Hier https://rotegraefin.wordpress.com/2011/07/29/und-fuhre-mich-nicht-in-versuchung/ meine Antwort zu einem emotional vergifteten Satz bei Deinen Ausführungen.

theomix sagt:
29. 7. 2011 um 09:38 | Antworten

„Was hindert uns daran zu tun, was wir von anderen erwarten“. Darum ging es mir.
Aber es ist doch schön, wenn ein Missverständnis einen Beitrag hervorruft. Für mich ist alles geklärt.

Diese Klärung ist natürlich wunderbar für Menschen, die noch nie unter größeren oder kleineren seelischen Verletzungen gelitten haben. Weiterlesen

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Ich möchte Bomben werfen!

In dem naiven Glauben gefangen, dass Wünsche offen geäußert,  nicht aufdringlich sind, hat sich mal wieder bei dem guten Theomix eine ziemliche Mixtur ergeben, von der ich mir erlaube sie einmal in ihre genießbaren und ungenießbaren Bestandteile auseinander zu diffidieren.  Der arme Mann fühlt sich ob meines Wunsches echt auf den Schlips getreten. Ganz offensichtlich hat der Gute keine Ahnung davon, das jedem Menschen vier Grundrechte zur Verfügung stehen:

Das Recht auf Gefühle

Das Recht auf  Raum

Das Recht auf Information

Das Recht auf Wirkung Weiterlesen

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Interessant und was sich daraus entwickelt

Nach einem heftigen und gut ausgetragenem Konflikt bei

http://trinergy3.wordpress.com/2009/01/22/veranderung-2/ bekam ich eine Mail von Michael: Weiterlesen

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Du bist nicht göttlich und ok!

Für jeden der denkt, dass die Sünde möglich sei,

ist die Welt vor der Liebe sicher.

( Ein Kurs in Wundern)

Sehr geehrter armer Pastor van Briel,langsam begreife ich immer mehr warum ich meine berufliche Laufbahn bei geistig behinderten Kindern begonnen habe. „Dummheit und Stolz wachsen ja bekanntlich auf einem Holz“ Weiterlesen

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