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Tod – Trauer – Trost 2

Jetzt saß ich also ganz beruhigt im Zug und irgendwo stiegen zwei junge Soldaten dazu und machten es sich in meinem Abteil bequem. Ich vermutete, dass sie auf Heimaturlaub waren. Sie unterhielten sich ganz munter über ihre Autos und was sie da alles dran gebastelt hatten. Ich glaube mich zu erinnern, dass es um einen Betrag von an die 10 000 DM ging. Ich war erstaunt und verwundert über die hohe Summe und freute mich aber auch über willkommene Ablenkung von meiner Trauer und von meinem Schmerz.

Mit einem Mal sagte einer der beiden, es könne sonst etwas passieren, das wäre alles nicht schlimm. Auch wenn seine Mutter stürbe, das wäre nicht schlimm, aber wenn seinem Auto etwas passieren würde, dann wüsste er nicht was er machen würde. Das wäre schlimm.

Ich erschrak ziemlich. Sollte ich jetzt was sagen, warum ich gerade mit ihnen in diesem Abteil saß? Das mein Bruder sich erschossen hatte und gerade fertiger Arzt bei der Bundeswehr war? Ich unterließ es! Ich wollte ihnen die Freude nicht nehmen und hatte auch Scheu davor, wieder erneut in Tränen ausbrechen zu müssen.

War ich jetzt feige gewesen und einem notwendigen Konflikt aus dem Weg gegangen?

Ich habe mich für den momentanen Trost entschieden. Es gibt wohl in einer solchen Situation kein richtig und kein falsch.  Schweigen ist für mich dann manchmal der bessere Weg.

 

 

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Tod -Trauer – Trost

Ich hockte nach der Messe in der Kirche und war dankbar und froh, dass sich gerade der seelische Sturm, der die ganze Nacht gedauert ,  in mir gelegt hatte, den ich mal  gerade wieder nicht verstand und doch so gerne verstehen wollte. Denn die Äbtissin war zwei Tage zuvor zu einer Konferenz abgefahren und dies hatte mehr die Schwestern, als mich, in Aufregung und leichte Unruhe versetzt und das Attentat auf den Papst war am Abend vorher, von allen erschrocken zur Kenntnis genommen  und ins Gebet eingeschlossen  worden.  Als ich die Kirche verließ, kam mir die Priorin, wie wie oft, aufgeregt entgegen. Weiterlesen

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Die Benediktsregel mit eigenen Kommentaren versehen

 

Habe ich hier schon einmal veröffentlicht.

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1. Versuch eine Antwort zu erstellen wo einfach Sprachlosigkeit herrscht.

Liebe C, 31.05.06
verschiedentlich bekomme ich Reaktionen auf Deine Mail Lawinen an Klöster und Verwandte. Du gibst Dir viel Mühe, Dich von den Dämonen der Vergangenheit zu befreien. Dass ich die Methode nicht für angemessen halte, kannst Du Dir denken.

Was mich dazu veranlasst hat den Kontakt zu Dir aufzugeben, war nicht Deine Verliebtheit, sondern Dein ständiges Herumrühren in meiner Psyche. Das habe ich als respekt- und distanzlos erfahren und wollte und will mich dem nicht weiter aussetzen.
Ob Du meinen Wunsch nach Distanz respektierst oder wie Du sonst damit umgehst, ist eine Sache Deiner Selbstachtung. Ohne weitere Bitten und Ratschläge.
G

24.03.2014
Jetzt fand ich vor ein paar Wochen diesen Brief beim Aufräumen. Weiterlesen

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Angreifen – verletzen – beleidigt oder pikiert sein!

Für mich ist das ein und das Selbe, habe ich mit Erstaunen vorige Tage festgestellt für meine Gesprächspartnerin an diesem Morgen nicht.

Was war geschehen?

Sie rief mich an und erkundigte sich nach einer Veranstaltung zu der ich sie gerne mitgenommen hätte.

Nach dem sie die wichtigsten Informationen hatte, beendete sie das Gespräch schnell weil ihr Expresso fertig war. Ich blieb etwas verblüfft zurück und wunderte mich: „Wieso ruft sie mich kurz bevor sie Kaffee trinken will an?“ Ich hatte mir ja längst angewöhnt beides zugleich zu tun.

Kurze Zeit später rief sie wieder an und meinte das Gefühl zu haben, dass ich „pikiert“ ich verstand und habe in Erinnerung behalten „beleidigt oder gekränkt gewesen sei“. Ich verwahrte mich dagegen, dass mir Gefühle eingeredet werden, die ich gar nicht habe und sprach ihr gleichzeitig meine Anerkennung für ihre Sensibilität aus.

Und jetzt begann der ganz normale und übliche Wahnsinn, wie ich ihn schon so oft erlebt habe und bei dem ich immer wieder ratlos und verwirrt zurück bleibe. Den ich aber auch mittlerweile als einen hexen haften Prozess erkannt habe, ein durcheinander mengen von Gefühlen und Meinungen, und den ich so gerne stoppe, wenn es mir möglich ist.

Ich war ganz erstaunt über die vielen Differenzierungen die meine Gesprächspartnerin anbrachte und konnte da eine Menge lernen. Zum Angriff brachte sie ein Beispiel vom Fechten. Einer greift an und der andere verteidigt sich. Für mich ein Nullsummenspiel wo einer verlieren soll und einer gewinnen.  Nicht mein Fall. Ein ewiges Ping- Pong – Spiel bei dem jeder darauf aus ist zu gewinnen.

Pikieren bekam ich klar und konnte es gut verstehen, da ich als Kind meinem Vater dabei geholfen hatte Kohl- und Salatpflanzen zu pikieren und aus dem engen Verbund der der gekeimten Saat in einen einzelnen Erdtopf umzusetzen. Vermutlich für die Pflanze, die ja ein lebendes Wesen ist, ein schmerzlicher Vorgang. Wenn die Pflanze kräftig genug ist überlebt sie diesen Vorgang und konnte dann später aufs Feld gesetzt werden und noch später als ausgewachsener Kohl- oder Salatkopf bei der Erzeugergenossenschaft genannt Veiling versteigert werden. Was Pflanzen da geschieht ist ein gewaltiger Vorgang, der ihnen von den Menschen angtan wird, weil sie dadurch ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Meine Gesprächspartnerin war mit meinen Überlegungen und Einwänden nicht einverstanden. Sie betonte allerdings  mehrmals, dass sie Kopfschmerzen bekomme und dass eine solche Diskussion nichts bringe und verwies auf eine Bekannte, die mich sicher besser verstehen würde. Sie bestand lieber auf einer genauen und „richtigen“ Definition und beharrte darauf, meine Einwände eben „falsch“ seien.

„Na gut dann habe ich eben mal wieder den schwarzen Peter!“ gab ich nach und fühlte mich dann den ganzen Tag noch angegriffen und gerädert.  Es hat mal wieder eine alte Wunde getroffen, bei der meine Meinung und Sichtweise als falsch verurteilt wurde. Es ist ihr zum Schluss doch noch gelungen mir ein schlechtes Gefühl zu vermitteln und dauerhaft zu verstärken.

Schade für den Kontakt zwischen uns, den ich gerne weiter gepflegt hätte. Aber der Übergang von der Definition von richtig und falsch  zu dem zulassen von Gefühlen, der Beobachtung durch den Verstand um zu einer vernünftigen und gegenseitig befriedigenden Fortführung von zwischenmenschlichen Kontakten scheint eine Sisyphusarbeit zu sein.
Wie gut, dass ich beschlossen habe, dass ich unten bleiben will.

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„Der Lauscher an der Wand….

  hört seine eigene Schand!“

sagte Opapa zu mir, als ich Omama etwas vorwitzig am Abend beim üblichen Gute- Nacht- sagen strahlend berichtete, dass ich gehört habe, dass sie Ma gefragt hat, dass ich mir Knetgummi zum Namenstag wünschte.

„Wieso dachte ich, das war doch keine Schande, das war doch etwas Gutes, was ich da gehört habe?“ Ich war erstaunt, verwirrt und verwundert wie später noch so oft in meinem Leben. „Die großen Leute sind ganz entschieden verwunderlich.“ sagte der kleine Prinz als er von Stern zu Stern flog.

Genauso erstaunt und verwundert bin ich, jetzt bei dem großen Palaver welches über die Abhörgeschichte aus den USA entstanden ist. Was wollen die denn alles abhören? und vor allen Dingen wer will denn den ganzen Wust auswerten? und nach welchen Kriterien benutzen? Ich habe das ganze nur als eine unheimliche Hysterie angesehen und mir ging folgender Spruch nicht aus dem Kopf:

„Die Strafe des Lügners ist nicht die,

dass ihm keiner mehr glaubt,

sondern, dass er keinem mehr glaubt“

G. B. Shaw

Keinem mehr zu glauben bedeutet ja auch allein und voller Angst und Misstrauen zu sein. Wer oder was hat denn an einem solchen Zustand ein Interesse?

„Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte.“

Wer oder was ist dieser unbekannte Dritte?

Seit dem ich entdeckt habe, dass ich einer Welt voller Lüge lebe, habe ich beschlossen, dass ich die Wahrheit sage, die glaubt mir sowieso keiner und die meisten Leute werden sofort wütend und schlagen verbal so mächtig zu, dass ich erst einmal platt bin.

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„Hochmütig sein heißt vergessen, dass man Gott ist“

Das kurze Leben der Simone Weil

dpa
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Symbolbild: Hilfe in Not

Von Burkhard Reinartz

Vor 100 Jahren, am 3.2.1908, wurde Simone Weil geboren. Eine Frau, deren Glaubensweg um Atheismus, mystische Ergriffenheit und kritisches Ringen mit dem Katholizismus kreist. Weiterlesen

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